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Konzert

09.04.2019

Ein Konzert im Zeichen des Osterhasen

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Ein Konzert im Zeichen des Osterhasen: Der vom Publikum gefeierte Blasmusikabend der Waldstetter Musikanten stand unter dem Motto „Frühlingserwachen“. Intensiven Beifall und Bravo-Rufe gab es für die Musikerinnen und Musiker unter der Leitung von Hans Kast.

Warum der Dirigent der Waldstetter Musikanten beim Jahresauftakt nur zwei Kisten Bier bekommt

Der Bundesliga-Kracher zwischen Bayern und Dortmund schlug offensichtlich bis nach Waldstetten durch: Beim Jahreskonzert war der Musikantenstadel nicht komplett ausgebucht. Vorsitzender Markus Abenstein vermutete als Grund den Fußball-Hit und eine weitere Veranstaltung, die in der näheren Umgebung stattfand. Alle, die den Blasmusik-Abend besuchten, haben ein engagiertes Konzert der Waldstetter Musikanten erlebt, das intensiven Beifall und viele Bravo-Rufe vom Publikum bekam.

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Die 28 Aktiven mit Dirigent Hans Kast legten sich gleich zum Auftakt des Abends mit „The Washington Post“ von John Philip Sousa so richtig ins Zeug und gaben einen Vorgeschmack auf das folgende musikalische Programm. Zum Start des Konzerts war das Spitzenmatch in München praktisch schon entschieden, wie Vorsitzender Abenstein informierte.

Durch den Abend unter dem Motto „Frühlingserwachen“ führte Jochen Schiller, der im Orchester Trompete spielt. In launigen Worten beschrieb er die musikalischen Programmpunkte. Einen Spaziergang durch den Central Park in Big Apple beschrieb die „New York Overture“ von Kees Vlak. Dazu wurden auf der Rückwand des Stadls Szenen aus der nordamerikanischen Metropole gezeigt.

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Frühling ist, wenn man Abstand von der Tristesse des Winters nimmt, kündigte der Moderator die erste Solistin des Abends an, die das Publikum mit „Mallet Man“ in die sonnige Südsee entführen werde. Nach anfänglich leichter Nervosität steigerte sich die erst 15-jährige Julia Schmid mit dem Stück von Karel Zuna zur grandiosen Leistung auf dem Xylofon. Sie erntete dafür Riesenbeifall, Bravo- und Zugabe-Rufe. Mit „Purple Drums“ von Norbert Rabanser rollte eine „musikalische Gewitterfront“ über die Besucher im Musikantenstadl hinweg, wie es Jochen Schiller formulierte. Mit seinem Schlagzeugsolo bot Markus Ellenrieder, unterstützt von Alfred Schiller, Julia Schmid und Johannes Mader, eine souveräne Vorstellung, die melodische, ruhige, aber auch stürmische Episoden brachte – wie der April eben.

Nach der Pause wechselte das musikalische Genre zu Ohrwürmern der typischen Egerländer Blasmusik mit Stücken wie „Patrioten-Marsch“, dem „Frühlingswalzer“ und der „Gipfelstürmer-Polka“.

Sehr eindrucksvoll präsentierten Dirigent Kast und Markus Schiller als Solisten den temporeichen Galopp „Die zwei Schlingel“ von Miroslav R. Procházka. Das vom Publikum mit Bravo-Rufen gefeierte Gesamtorchester durfte nicht ohne zwei Zugaben die Bühne verlassen. Dirigent Kast freute sich über das gelungene Jahresauftaktkonzert. Er könne heute nur zwei Kisten Bier verbuchen, denn er hatte mit dem Orchester eine kleine Wette laufen, dass er für jeden Fehler eine Kiste Gerstensaft bekomme.

Im Rahmen des Blasmusikabends wurde Schlagzeuger Markus Ellenrieder für 25-jähriges Engagement bei den Waldstetter Musikanten durch Michael Fritz, stellvertretender Bezirksvorsitzender des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes aus Burgau, und Vorstand Abenstein geehrt.

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