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Verkehr

21.06.2017

Ein Weg zum Gehen und Radeln – und nicht mehr

Auf der westlichen Seite entlang der Kreisstraße zwischen Oberwaldbach und Ried soll ein Geh- und Radweg entstehen. Der Baubeginn ist für das Frühjahr 2018 geplant.
Bild: Zimmermann

Warum das Vorhaben zwischen Oberwaldbach und Ried nicht für landwirtschaftliche Fahrzeuge ausgelegt sein wird

Der seit mehreren Jahren geplante Geh- und Radweg zwischen Oberwaldbach und Ried soll jetzt gebaut werden. Darauf haben sich die beiden Marktgemeinden Burtenbach und Jettingen-Scheppach verständigt. Das Bauprojekt wird vom Markt Jettingen-Scheppach federführend vorangetrieben.

Mittlerweile gibt es eine konkrete Planung für dieses Vorhaben. Die Gesamtlänge des Geh- und Radweges liegt bei knapp 500 Metern mit einer überbauten Fläche von 1480 Quadratmetern. Aus entwässerungstechnischen Überlegungen verläuft die Trasse wegen der geologischen Verhältnisse in diesem Bereich auf der Westseite der Kreisstraße. Die Planung sieht eine Breite von 2,50 Metern und einen Bitumenaufbau von zehn Zentimetern vor. Somit ist der Weg für die Befahrung landwirtschaftlicher Nutzfahrzeuge nicht geeignet. Hierfür wäre eine Breite von drei Metern und eine Bitumendecke von mindestens zwölf Zentimetern bei entsprechendem Unterbau notwendig.

An dieser Stelle kam es im Gemeinderat zu einer kontroversen Diskussion. Einige Räte plädierten für einen Anwandweg entlang der Kreisstraße, der auch von landwirtschaftlichen Fahrzeugen genutzt werden kann. Dazu wäre ein entsprechender Ausbau mit einer neuen Planung notwendig. Dabei stand die Frage der Mehrkosten für einen entsprechenden Ausbau offen.

Bürgermeister Roland Kempfle stellte klar, dass die Kostenfrage für einen Ausbau als Anwandweg nicht geklärt ist. Weder mit dem Landkreis Günzburg als Aufwandsträger noch mit der Gemeinde Jettingen Scheppach wurden dahingehende Absprachen getroffen. Bisher wurde festgelegt, dass der Kreis die Kosten für Planung und Bauleitung in voller Höhe und für den Bau 50 Prozent der Kosten (nach Abzug der staatlichen Förderung) trägt. Die verbleibenden Kosten übernehmen dann die Marktgemeinden Jettingen-Scheppach und Burtenbach anteilig der Streckenlänge innerhalb des jeweiligen Gemarkungsgebietes. Nach Ansicht von Bürgermeister Roland Kempfle würden bei einer Abweichung von der vorliegenden Planung die Mehrkosten in voller Höhe auf die Marktgemeinde Burtenbach entfallen, da die Nachbargemeinde Jettingen-Scheppach kein entsprechendes Ansinnen geäußert habe.

Nach einer intensiven Diskussion kamen die Burtenbacher Gemeinderäte – auch wegen der relativ kurzen Wegstrecke – zu dem Ergebnis, die Planung in der vorliegenden Form zu akzeptieren. Das Ende des Geh- und Radweges soll durch eine entsprechende Ausfädelung in den Ortsteil Oberwaldbach mit einem Hinweisschild markiert werden.

Während der Jettingen-Scheppacher Ortsteil Ried eine Querungshilfe benötigt, sieht der Gemeinderat für Oberwaldbach keine Notwendigkeit. Der Gemeinderat Burtenbach legt jedoch Wert darauf, dass die Kosten für die Querungshilfe in Ried in voller Höhe von der Gemeinde Jettingen-Scheppach übernommen werden.

Die Firma Kranzfelder hat im Jahre 2015 das Kieswerk Schimmele bei Oberwaldbach mit allen Rechten und Pflichten übernommen. Dabei sind auch die entsprechenden Kiesabbaurechte auf das Unternehmen übergegangen. Ende 2017 laufen diese aus. In der relativ kurzen Zeit war es der Firma nicht möglich, den kompletten Abbau fristgerecht zu bewerkstelligen. Um den Kiesabbau für die Zukunft verträglich zu gestalten, beantragte Kranzfelder eine Fristverlängerung um 15 Jahre. Der Burtenbacher Gemeinderat hat diesem Antrag zugestimmt. (zg)

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