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Handball-Bundesliga A-Jugend

14.09.2019

Ein höchst seltenes Vergnügen für Günzburg

Körperspannung vor dem Wurf: Günzburgs Constantin Pinkl.
Bild: Ernst Mayer

Die VfL-Jungs gastieren zum Bayern-Derby beim TSV Allach. Coach Stephan Hofmeister kritisiert den Liga-Modus.

Es ist das bayerische Derby in der A-Jugend-Bundesliga. An diesem Samstag, 14. September, ab 16 Uhr kommt es in der Landeshauptstadt zum Duell zwischen dem TSV Allach und dem VfL Günzburg.

Gerne würden die hiesigen Handballer ihren Fans dieses Spiel im weiteren Saisonverlauf auch in der Rebayhalle bieten. Doch „leider“, wie Coach Stephan Hofmeister sagt, „haben sich die Verbandsoberen in ihrem sehr hohen und einsamen Elfenbeinturm ohne Rücksicht auf ihre eigene Basis zu einer einfachen Runde hinreißen lassen.“ Dass bayerische Derbys eine Seltenheit sind, liegt freilich auch daran, dass die Jugend-Bundesliga nach geografischen Gesichtspunkten eingeteilt wird und die fränkische Vereine mal in den Westen, mal in den Osten, nie aber in den Süden gesteckt werden.

Eine Frage der Zeit

Der TSV Allach ist ein Traditionsverein, der vor 46 Jahren übrigens letztmals in der Männer-Bundesliga spielte. Die A-Jugend-Qualifikation wurde vor ein paar Jahren schon einmal verpasst – unter anderem gegen den VfL Günzburg. Es war allerdings eine Frage der Zeit, wann es die Oberbayern mal in die deutsche Eliteliga schaffen würden. In der aktuellen A-Jugend befindet sich eine Reihe Auswahlspieler aus der ganzen Region. Selbst zwei Talente aus Simbach, die es studienhalber in die Landeshauptstadt verschlug, haben sich dem TSV angeschlossen. Sehr viele, sehr unterschiedliche Spieler bilden den Kader. Leicht auszurechnen sind die Gastgeber nicht.

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Die Schützlinge von Trainer Andreas Krauß punkteten auch gleich bei ihrem ersten Auftritt. Beim Erstliga-Nachwuchs JSG Balingen-Weilstetten erreichten sie ein 33:33. Die Gastgeber lobten den Bundesliga-Neuling hinterher und sprachen von einem glücklichen Punktgewinn. Besonders die rechte Angriffsseite der Allacher mit Stephan Seitz und Noa Schilling war schwer in den Griff zu bekommen. Auch Kreisläufer Cedric Riesner, der ein Doppelspielrecht beim Drittligisten TuS Fürstenfeldbruck hat, ist ein brandgefährlicher Spieler.

Zusatz-Motivation für die VfL-Jungspunde

Auf die Günzburger wartet ein Hexenkessel. Erstes Heimspiel, starker Auftakt, endlich Bundesliga und eine lange eigene Handball-Historie: das treibt Fans in die Halle. Ein Vorteil muss das nicht sein, denn auch für Gäste ist ein volles Haus Zusatz-Motivation. Keiner weiß das besser als der VfL. Vor allem Württemberger, bei denen Jugendhandball kein Zuschauermagnet ist, kommen immer besonders gerne in die gut gefüllte Rebayhalle.

Bei den Weinroten analysierte man die Niederlage gegen die HG Oftersheim gewohnt kurz (diesmal ohne Beamer, der verletzungsbedingt ausfiel). Doch auch so wussten die Jungs: Schuld waren sie selber gewesen und Ansatzpunkte zur Besserung gab es erfreulicherweise genügend. Alle Spieler sind kerngesund und voller Tatendrang. (zg)

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