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Fasching

17.01.2020

Ein letztes Mal geht's zum Burgauer WA-BA-BA

Die Faschingsfreunde Offenwanger & Co. sind nicht nur bekannt durch ihre Faschingswagen und ihre Kostüme. Bisher haben sie auch regelmäßig in der Burgauer Kapuziner-Halle den WA-BA-BA veranstaltet. Am 1. Februar gibt es ihn zum letzten Mal in dieser Art.
Foto: Peter Wieser

Plus Der Wagenbauerball der Faschingsfreunde Offenwanger & Co. ist eine Institution in Burgau. Warum ist damit nun Schluss?

Ein kleines Jubiläum ist es schon: Am Samstag, 1. Februar, veranstalten die Faschingsfreunde Offenwanger & Co. in der Burgauer Kapuziner-Halle ihren 22. WA-BA-BA, den Wagenbauerball. Aber es wird der letzte sein, zumindest in dieser Art. Damit findet einer der legendärsten Faschingsbälle in der Markgrafenstadt ein Ende.

Offenwanger & Co., das sind zwölf Herren um die 50. Sie haben nicht nur den WA-BA-BA zu einer Institution gemacht, in diesem Jahr rollen sie gleichzeitig mit ihrem 33. Faschingswagen durch die Faschingsumzüge von Burgau, Unterknöringen und Umgebung. Also noch einmal ein närrisches Jubiläum. Um Bergsteiger soll es dieses Mal gehen. „Bergsteiger on Tour, Luis Trenker, halt“, verrät Vereinsvorsitzender Jürgen Hämmerle.

Wie der Wagenbauerball entstanden ist

Doch zurück zum WA-BA-BA und wie er zustande kam: Grundgedanke war zum einen, gemeinsam mit den Wagenbauern und für die Wagenbauer aus Burgau, Knöringen und Umgebung einen eigenen Tanzball zu veranstalten. Zum anderen sollte mit dem Erlös der eigene Faschingswagen finanziert werden. Die Resonanz war groß, bereits der erste Ball war ausverkauft – alle Wagenbauer hatten ihre Freunde und Bekannten gleich mitgebracht.

Damals fanden die Bälle noch in der alten Burgauer TSV-Turnhalle statt. Sie sei schon etwas spartanisch gewesen im Gegensatz zur heutigen Kapuziner-Halle. Dafür habe sie aber durchaus ihre eigene Atmosphäre gehabt, erzählt Kassierer Michael Offenwanger. Auch wenn bei manchen Veranstaltungen ein Durchkommen so gut wie nicht möglich gewesen sei – die Burgauer können das bestätigen, Rotes Kreuz oder Feuerwehr habe man damals nicht gebraucht. „Man hat sogar geraucht“, fügt er lachend hinzu.

In der TSV-Halle in Burgau gab es viele legendäre Bälle

In der TSV-Halle gab es zu damaligen Zeiten, aber auch schon lange vorher, viele weitere legendäre Tanzbälle, wie den Handballer-Ball oder den Schupfer-Lupfer-Ball. Der WA-BA-BA dagegen hat sich bis heute gehalten. „Wir haben unser Konzept von Anfang an fast unverändert durchgezogen“, erklärt Alexander Kindig: Eine gute Tanzkapelle, nur eine Garde und keine zu langen Tanzpausen, das sei bei den Leuten angekommen.

Eben ein richtiger Faschingsball und keine Faschingsparty. Die Besucher, durchweg zwischen 18 und 70 Jahren alt, seien fast alle als Maschkerer gekommen. Ärger jeglicher Art habe es nie gegeben, eine Security wäre da völlig fehl am Platz gewesen. Von vielen Paaren habe man immer wieder gehört: „Wir kommen zum WA-BA-BA, weil wir uns dort kennengelernt haben.“

Auch Herz Ass hört auf

„Das A und O ist die Musikkapelle“, sagt Schriftführer René Rutkowski. Die war nämlich, bis auf ganz wenige Male, die Band Herz Ass. „Die haben uns begleitet, die haben zum Konzept mit dazugehört.“ Anfang März gibt Herz-Ass übrigens das Abschiedskonzert – das sei mit ein Grund, dass es den WA-BA-BA so nicht mehr geben wird. „Ein bisschen Wehmut ist schon mit dabei, definitiv“, fügt René Rutkowski hinzu.

Man müsse aber auch eines sehen: Man sei nur zwölf Leute, darunter viele Selbstständige, und jeder habe Familie. Ganz abwegig, dass möglicherweise andere in den WA-BA-BA einstiegen und diesen fortführten, sei es zwar nicht, aber: Es wäre schön, wenn er mit demselben Konzept weitergeführt werden würde, sind sich die „Offenwangers“ einig. Als Offenwanger & Co. werden sie natürlich auch künftig im Fasching weitermachen. Und das mit den großen Faschingswagen? Wir werden sehen, sagen sie.

Termin Der Ball am Samstag, 1. Februar, ist fast ausverkauft. Einlass ist um 20 Uhr, Beginn um 21 Uhr. Karten gibt es noch im Vorverkauf bei Holiday Land Aktiv-Reisen und bei der Reality Restaurant-Cocktailbar in Burgau.

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