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Günzburg

19.11.2018

Ein süßer Schlüssel für den Anbau der Stadtwerke

Der Erweiterungsbau der Stadtwerke wurde mit einem süßen Schlüssel seiner Bestimmung übergeben. Im Bild: (von links) Bürgermeister Anton Gollmitzer, Oberbürgermeister Gerhard Jauernig, der frühere Werkleiter Wolfgang Botzenhardt, Vorstand Johann Stelzle, Kaufmännischer Leiter Lothar Böck und Architekt Georg Linder.
Bild: Peter Wieser

Zum Jubiläum gibt es jetzt mehr Platz für das Kommunalunternehmen Stadtwerke Günzburg. Und der ist sogar noch ausbaufähig.

Anlässe zum Feiern gab es am Samstag für die Günzburger Stadtwerke gleich zwei: Zum einen sollte der Erweiterungsbau mit einer Nutzfläche von rund 330 Quadratmetern und elf neuen Büroräumen seiner Bestimmung übergeben werden. Zum anderen blickt das am 1. Januar 1999 gegründete Kommunalunternehmen auf sein 20-jähriges Bestehen zurück. Die Schlüsselübergabe zeigte sich als eine süße Überraschung: Architekt Georg Linder überreichte Stadtwerke-Vorstand Johann Stelzle einen übergroßen Schlüssel mit Zuckerglasur – weniger für die Tür des neuen Eingangsbereichs bestimmt, als für die Gäste und Besucher.

Stelzle erinnerte an den langen Entscheidungsprozess zur Gründung, als die Mitarbeiter noch im Rathaus verteilt arbeiteten. Und wie die Entscheidung fiel, die Räumlichkeiten in das seit 1978 bestehende und dafür aufgestockte Gebäude der Trinkwasseranlage zu verlegen. Wegen der immer vielfältigeren Aufgaben und der damit einhergehenden räumlichen Enge folgten 2016 erste Überlegungen für einen Erweiterungsbau in Richtung Norden an der benachbarten Bahnstrecke. In einer Bauzeit von neun Monaten ist ein Gebäude entstanden, das weiteres Wachstum zulässt: Es ist so konzipiert, dass auch ein weiteres Stockwerk aufgesetzt werden könnte. Die Baukosten betragen rund 1,4 Millionen Euro, das ausführende Bauunternehmen war die Günzburger Firma Bendl.

OB Jauernig spricht von einer Erfolgsgeschichte

Oberbürgermeister und Verwaltungsratsvorsitzender Gerhard Jauernig sprach von einer Erfolgsgeschichte. Vorangegangen seien leidenschaftliche und manchmal auch nervenzehrende Diskussionen, mit einem Kommunalunternehmen den kommunalen Pflichtaufgaben Wasserversorgung und Abwasserreinigung eine neue Struktur zu geben. Mit kurzen Entscheidungs- und schnellen Reaktionswegen seien die Stadtwerke ein bedeutender Wirtschaftsfaktor, nicht nur für die Kommune, sondern auch weit darüber hinaus geworden.

Was in Günzburg alles unter der Oberfläche passiere, wüssten die wenigsten. „Die Bürger müssen sich nicht darum kümmern, denn sie wissen, dass es funktioniert“, betonte Jauernig. Für die komplexen Herausforderungen, ob Wasserversorgung oder -aufbereitung, die Kläranlage, das Waldbad, die Tiefgaragen und Wohnmobilstellplätze, aber auch durch die vor wenigen Jahren gegründeten Strom- und Gasnetzgesellschaften stehe an 365 Tagen im Jahr das Team einsatzbereit. Es habe sich gelohnt, dass mit der Umwandlung in ein Kommunalunternehmen diese Aufgaben nun noch professioneller durchgeführt würden.

Jauernig: Wasserversorgung muss in kommunaler Hand bleiben

Jauernig machte ein klares Bekenntnis: „Die Wasserversorgung muss jetzt und auch in Zukunft in kommunaler Hand bleiben und nicht in der von Unternehmen, die kurzfristig Gewinne erzielen wollen.“ Berlin habe dies gemacht und innerhalb von wenigen Jahren hätten sich die Wasserpreise zu 100 Prozent weiterentwickelt. Die Trinkwasserversorgung werde in Günzburg bleiben, am besten in der Hand der Stadtwerke.

Im Anschluss hatten die Besucher die Möglichkeit, das Gebäude zu besichtigen und sich über die Aufgaben der Stadtwerke zu informieren. Dazu fand sich im zweiten Stock eine Ausstellung, die die Entwicklungsgeschichte dokumentierte. Dort standen auch zwei Fässer mit Wasser bereit, die Johann Stelzle und Gerhard Jauernig gemeinsam anzapften: eines mit „Stadtwerke-Wasser“ und eines mit „Rad-Wasser“. Letzteres fand etwas größeren Zuspruch. Dieses Wasser war nämlich zuvor durch Kessel der Günzburger Radbrauerei gelaufen.

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