1. Startseite
  2. Lokales (Günzburg)
  3. Ein weiteres Gewerbegebiet für Gundremmingen

Entwicklung

24.05.2019

Ein weiteres Gewerbegebiet für Gundremmingen

Zwischen dem neuen Kreisel und der ehemaligen Kläranlage – dort, wo sich auch der Lagerplatz des Bauhofs befindet, soll in Gundremmingen ein weiteres Gewerbegebiet entstehen. Am Mittwoch hat der Gemeinderat die Aufstellung eines Bebauungsplans beschlossen.
Bild: Peter Wieser

Südlich des neuen Kreisels möchte die Gemeinde auf einer Fläche von rund 1, 1 Hektar Baurecht schaffen. Geprüft werden muss, ob dadurch ökologische Belange nicht beeinträchtigt werden

In Gundremmingen soll ein weiteres Gewerbegebiet entstehen. Das Plangebiet befindet sich zwischen der Hygstetter Straße und der Staatsstraße 2025 und erstreckt sich südlich des derzeit entstehenden Kreisels zur ehemaligen Kläranlage. Angedacht war in der Vergangenheit das Entstehen einer Fotovoltaikanlage. Jetzt möchte die Firma Baur und Söhne dort eine Betriebstankstelle mit einem öffentlichen Zugang sowie weitere gewerblich genutzte Hallen errichten. Dies erfordert die Änderung des Flächennutzungsplans sowie die Aufstellung eines Bebauungsplans.

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

Dieser Inhalt ist älter als 30 Tage und steht daher nur Abonnenten mit einem Plus+ Abo zur Verfügung.
Jetzt ab 0,99 € testen

Jana Fürstenberg von Kling Consult in Krumbach stellte am Mittwoch im Gundremminger Gemeinderat die Details der Planungen vor. Die rund 1,1 Hektar große Fläche befindet sich derzeit im Außenbereich und in direkter Nachbarschaft zum Auwald. Das Verfahren und die Schaffung von Baurecht sind unter anderem mit einer speziellen artenschutzrechtlichen Prüfung verbunden und mit einer Prüfung, ob durch das Vorhaben Beeinträchtigungen von Schutz- und Erhaltungszielen von Natura 2000-Gebieten ausgelöst werden können.

Weiter ist eine schalltechnische Untersuchung erforderlich. Der Bebauungsplan „Gewerbegebiet ehemalige Kläranlage“ sieht ein sogenanntes Gewerbegebiet mit beschränkten Emissionen in einer Größe von rund 8400 Quadratmetern, rund 960 Quadratmetern öffentlicher Verkehrsfläche sowie eine Grünfläche in der Größe von etwa 1800 Quadratmetern als internen Ausgleich vor. Im Verfahren ist das Festlegen weiterer externer Ausgleichsflächen von rund 3700 Quadratmetern vorgesehen.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Verändert ist im Bebauungsplan auch der bisherige Weg zur Kläranlage, den es so nicht mehr geben wird. Die Radwegverbindung soll über den Bahnübergang entlang des Bahngleises entlangführen. Dies würde entgegen dem Knotenpunkt am neuen Kreisel, wo sich jetzt schon eine Engstelle befindet, nicht von Nachteil sein, sah es Bürgermeister Tobias Bühler (CSU).

Markus Wecker (GfG) gab jedoch zu bedenken, dass der Bahnübergang in seiner jetzigen Beschaffenheit gerade für Fahrräder mit einem Kinderanhänger für ein Queren völlig ungeeignet sei. Den Vorentwurf der Änderung des Flächennutzungsplans billigte der Gemeinderat am Mittwoch, auch der Beschluss zur Aufstellung des Bebauungsplans wurde gefasst.

Neues gibt es auch hinsichtlich der Erweiterung des Kindergartens. Bürgermeister Bühler informierte über den aktuellen Planungsstand mit einem neuen Eingang an der Nordseite im Bereich bei der derzeitigen Garderobe und dem Treppenhaus. Dort würde sich auch der Aufzug befinden, mit der Möglichkeit einer Anbindung zur Tiefgarage. Küche und Speiseraum würden in dem zweistöckigen Anbau an der Westseite entstehen, die Räume selbst würden in ihrer Art so erhalten bleiben. Mit Planung und Genehmigung werde es für dieses Jahr extrem eng werden, so Bühler. Sehr wichtig wäre letztlich, innerhalb einer Woche 70 bis 80 Prozent der kompletten Gewerke auszuschreiben, um Sicherheit hinsichtlich der Kosten zu haben.

Eine ganz andere Anregung war seitens des Kindergartens gekommen: Selbst vor Ort zu kochen, was durchaus finanziell tragbar wäre, wie Bühler bemerkte. Die Möglichkeit wäre gegeben, es würde wesentlich weniger weggeworfen werden und es wäre ein Mehrwert für Gundremmingen.

Zweiter Bürgermeister Anton Frei bemängelte die in letzter Zeit mangelhaft funktionierende Zustellung des Amtsblatts, welches gleichzeitig auch das Mitteilungsblatt der Gemeinde sei. Unter anderem soll eine Umfrage stattfinden, in welcher Form – ob digital oder gedruckt – das Amtsblatt gelesen wird. Auch wolle man sich mit Verbesserungsmöglichkeiten auseinandersetzen und vor allem, wie das Amtsblatt die Bürger besser erreiche.

Zu Beginn der Sitzung hatte Bürgermeister Bühler zur vergangenen nicht öffentlichen Sitzung informiert, in der unter anderem über das Investitionsprogramm und den Verwaltungshaushalt beraten worden war.

In der kommenden Sitzung des Gemeinderats soll der Haushalt beschlossen werden.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren