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Einbrüche: Ungebetene Gäste in der Dämmerung

Einbrüche

Ungebetene Gäste in der Dämmerung

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    Manchmal reicht Einbrechern schon ein simples Werkzeug wie ein Schraubendreher, um ein Fenster auszubrechen.
    Manchmal reicht Einbrechern schon ein simples Werkzeug wie ein Schraubendreher, um ein Fenster auszubrechen. Foto: Archivfoto: Wyszengrad

    Landkreis Ein kurzer Blick nach links und rechts, das Werkzeug richtig angesetzt, eine Hebelbewegung, und schon ist es passiert – ein ungebetener Gast ist gewaltsam in ein kurzzeitig verlassenes Haus eingedrungen. Eine Vorgehensweise, mit der es die Polizei häufig zu tun bekommt. „Doch selbst wenn der Diebstahlsschaden nicht hoch sein sollte oder dieser von einer Versicherung ersetzt werden sollte, gibt es einen bleibenden Schaden, der sehr viel schwerer wiegen kann: das Gefühl der Unsicherheit und das Gefühl der gewaltsam gestörten Privatsphäre“, so Polizeisprecher Christian Owsinski vom Präsidium in Kempten.

    Dabei seien diese Täter, die in letzter Zeit insbesondere auch tagsüber oder in der Dämmerung aktiv waren, nicht auf Wertgegenstände aus, die schwer zu transportieren sind oder für die erst ein Tresor aufgebrochen werden muss. „In der Regel befinden sie sich „nur“ auf der Suche nach Bargeld, wertvollen Münzen oder Schmuck“, so Owsinski. Dieses Phänomen des „Dämmerungswohnungseinbruchs“ stellte zwar nicht die Masse der Einbruchdiebstähle dar, berühre jedoch das Sicherheitsempfinden der Bevölkerung empfindlich. Seit Jahren stellt die Polizei dabei jeweils in den „dunklen“ Monaten (Oktober – März) einen signifikanten Anstieg fest. Als Tatobjekte wählen die Einbrecher dabei meist am Ortsrand gelegene Einfamilien- oder Reihenhäuser mit gehobener Ausstattung, die zudem verkehrstechnisch gut an übergeordnete Verkehrswege angebunden sind. Die Täter verschaffen sich jeweils in den frühen Abendstunden Zugang über nicht abgesperrte Haustüren, Terrassentüren oder Fenster in schlecht einsehbaren Bereichen.

    Es muss keine Alarmanlage sein

    Während im Jahr 2010 in 54 Fällen derartige Delikte registriert wurden, fanden 2011 74 Fälle Eingang in die polizeiliche Statistik. „Im laufenden Jahr wurden bei den bisher angezeigten 15 Fällen Wertgegenstände im Wert von annähernd 150 000 Euro erbeutet“, berichtet Owsinski.

    Um die Täter abzuschrecken, sei jedoch nicht zwingend eine teure Alarmanlage notwendig. „In der Regel reichen bereits ein paar einfache beziehungsweise vergleichsweise preiswerte Maßnahmen bei Fenstern und Türen aus, um die Einbrecher von ihrem Vorhaben abzuschrecken“, so der Polizeisprecher. Die Erfahrung der Polizei zeige, dass über ein Drittel der Einbrüche im Versuch stecken bleibt, nicht zuletzt wegen sicherungstechnischer Einrichtungen.

    Aber auch durch richtiges Verhalten und durch aufmerksame Nachbarn würden Einbrüche verhindert. „Denn: Steigt das Entdeckungsrisiko sinkt das Risiko für einen Einbruch“, sagt Christian Owsinski. (zg/rjk)

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