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Jubiläum

12.02.2015

Eine Feier ist den Partnern nicht genug

Im Gundremminger Rathaus zeugt viel von der Partnerschaft mit Ahuillé. „Relais sans frontières – Lauf ohne Grenzen“ – die Skulptur war ein Geschenk an die Gemeinde nach einem Staffellauf von Ahuillé nach Gundremmingen 1992. Auch Bürgermeister Tobias Bühler (rechts) und Vorgänger Wolfgang Mayer engagieren sich.
Bild: Wieser

Gundremmingen und Ahuillé sind seit Jahrzehnten eng verbunden. Da spielt die Entfernung keine Rolle mehr

Partnerschaften zwischen Gemeinden in der Region und Orten im Ausland gibt es einige. Da wären Günzburg und das französische Lannion, Burgau und Burgau in der Steiermark, Leipheim und Fonyod am Balaton oder Jettingen und Csolnok, ebenfalls in Ungarn. Die Liste ließe sich fortsetzen, etwa mit Gundremmingen. Dort laufen die Vorbereitungen für das 30-jährige Bestehen der Partnerschaft mit der kleinen Gemeinde Ahuillé im französischen Departement Mayenne. Ahuillé ist gerade einmal 15 Kilometer von Changé entfernt, einer Partnergemeinde Ichenhausens.

Aber geht das überhaupt, eine solche Partnerschaft seit Jahrzehnten zu leben, und das auf eine solche Distanz? Entfernungen spielen keine Rolle und es werden keine Mühen gescheut, selbst wenn die Reise Stunden dauert. So werden am 14. Mai in Gundremmingen zwei Busse mit 105 Gästen aus Frankreich erwartet. „Es zeigt, dass nach wie vor das Interesse sehr groß ist“, bemerkte Gundremmingens Bürgermeister Tobias Bühler kürzlich bei einer Gemeinderatssitzung, als es um das viertägige Programm ging.

Untergebracht werden die französischen Gäste, wie bei vielen anderen Partnergemeinden im Landkreis auch, in Gastfamilien. Zum Teil sind es seit Jahren dieselben. Dass sich dabei im Laufe der Zeit viele persönliche Kontakte, ja sogar tiefe Freundschaften entwickelt haben, versteht sich von selbst. Wohlgemerkt: Nicht nur Freundschaften, sondern „wahre“ Freundschaften, wie Gundremmingens ehemaliger Bürgermeister Wolfgang Mayer betont. Von Anfang an ist er maßgeblich an der Partnerschaft zwischen den beiden Gemeinden beteiligt. Nicht nur „ich habe dort Freunde“, sondern „ich habe dort eine Familie“ hatte es nicht selten auf der Fahrt im Bus unter den Teilnehmern geheißen.

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Verstärkt wurde die Beziehung durch regelmäßige Besuche von Vereinen, noch mehr gefestigt mit Austauschen von Jugendlichen, jeweils zweimal sogar mit Kindern aus den Grundschulen der beiden Orte. Mayer ist sich sicher: Aufgeschlossenheit und Offenheit innerhalb der Familien und auch auf privater Basis hätten die Partnerschaft immer wieder belebt und erhalten, genauso wie das Einbeziehen von Jugendlichen. So ist es auch nicht ungewöhnlich, dass immer wieder Gäste aus Ahuille zu einem Besuch in Gundremmingen auftauchen.

Bereits in den 80er-Jahren hatte der Bezirk Schwaben mit dem französischen Departement Mayenne partnerschaftliche Beziehungen unterhalten. Georg Simnacher, langjähriger Bezirkstagspräsident und Landrat, hatte damals Gemeinden in Schwaben zu Partnerschaften mit dortigen Gemeinden aufgerufen.

Im Mai 1982 stand er persönlich mit einem Herrn vor Leo Schäffler, dem damaligen Bürgermeister von Gundremmingen: Hubert Lamerie, Journalist und Bürgermeister von Ahuillé. Nach gegenseitigen Besuchen mehrerer Delegationen war man sich sicher: Es passt alles – im September 1983 wurde schließlich die Partnerschaftsurkunde zwischen Gundremmingen und Ahuillé unterzeichnet. Im Grunde genommen besteht die Partnerschaft also heute bereits seit 32 Jahren.

Es hat sich mittlerweile eingebürgert: Gefeiert wird zweimal – einmal in Ahuillé, einmal in Gundremmingen. Im Jahr 2012 war dies in Ahuillé bereits geschehen, aufgrund der Kommunalwahlen im vergangenen Jahr findet der Gegenbesuch in Gundremmingen erst heuer statt. Das nächste Jubiläum der Partner könnte es dann allerdings schon wieder in drei Jahren geben.

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