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Jubiläum

05.05.2018

Eine Freundschaft entlang der Donau

Knapp 800 Kilometer liegen zwischen den Partnerstädten Leipheim und Fonyod.
Bild: Archiv Stadt Leipheim

Seit 25 Jahren existiert die Städtepartnerschaft zwischen Leipheim und Fonyod. Das wird in diesem Jahr groß gefeiert – mit einem Festakt und einer Sonderausstellung

Eine Stadt in Osteuropa sollte es werden. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs suchte die Stadt Leipheim dort nach einer neuen Partnerstadt. Letztendlich fiel die Wahl auf die ungarische Stadt Fonyod. Am 29. April 1993 wurde die Partnerschaftsurkunde zwischen Leipheim und der ungarischen Kleinstadt am Ufer des Plattensees unterzeichnet. Die ersten Kontakte wurden geknüpft durch den Leipheimer Zahnarzt Dr. Thomas Butkay, der aus Ungarn stammt. Jahr für Jahr hat sich die deutsch-ungarische Freundschaft seitdem weiterentwickelt und vertieft.

Dass die Städtepartnerschaft nicht nur auf dem Papier existiert, sondern wirklich gelebt wird, zeigen die zahlreichen Besuche, die in den vergangenen 25 Jahren stattfanden. Um den 20. August feiert Fonyod den St.-Stephanstag, zu dem auch jedes Mal eine Delegation aus Leipheim reist. Dafür feiern im Gegenzug die ungarischen Freunde beim Kinderfest in Leipheim mit. Im Wechsel findet außerdem jedes Jahr der Schüleraustausch zwischen den Schulen der beiden Partnerstädte statt. Und alle fünf Jahre wird dann groß gefeiert – dann reist nicht nur eine kleine Delegation nach Ungarn, sondern gleich ein ganzer Bus.

Auch der Leipheimer Bürgermeister Christian Konrad ist in der Regel jedes Mal dabei. „Ich reise gerne dorthin“, sagt er. Fonyod verbinde er mit „einer schönen Gegend, gutem Essen und netten Leuten“. Die ungarische Partnerschaft mit seinen 5300 Einwohnern liegt am Plattensee, weshalb die Stadt auch bei Touristen sehr beliebt ist.

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Doch die Partnerschaft zwischen den beiden Städten besteht nicht nur aus gegenseitigen Besuchen, sondern auch aus gegenseitiger Unterstützung, wie Bürgermeister Konrad betont. So halfen die Leipheimer beispielsweise, als Fonyod auf der Suche nach einer neuer Kehrmaschine war.

Die „Silberhochzeit“ wird in diesem Jahr groß gefeiert. Den Startschuss gibt eine neue Ausstellung im Heimat- und Bauernkriegsmuseum Blaue Ente, die am 13. Mai eröffnet wird. Ende Mai fährt dann eine Gruppe von mehr als 70 Teilnehmern aus Leipheim an den Plattensee zu den ungarischen Freunden. Der Gegenbesuch ist für September geplant.

Die neue Ausstellung im Heimat- und Bauernkriegsmuseum Blaue Ente zur 25-jährigen Städtepartnerschaft zwischen Fonyod und Leipheim wird am Sonntag, 13. Mai, im Anschluss an das Muttertagskonzert im Schlosshof um 11 Uhr eröffnet. Die Ausstellung läuft bis Ende September und ist sonntags von 14 bis 17 Uhr zu sehen, für Schulklassen und Gruppen auf Anfrage bei Jörg Grafe unter der Telefonnummer 08221/72199.

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