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Riedheim

24.07.2020

Eine Großgarage für die Riedheimer Feuerwehr

Eine Großgarage soll den beengten Verhältnissen der Feuerwehr Riedheim abhelfen. Dort sollen künftig das Lager und die Werkstatt Platz finden.
Bild: Sandra Kraus

Plus Warum Feuerwehrreferent Stefan Balkheimer das Geld lieber in eine Absauganlage investiert hätte und was sonst in Sachen der Feuerwehr Leipheim besprochen wurde.

Es hätte eine einfache und schnelle Abstimmung sein können, die die Verwaltung ermächtigt hätte, dem günstigsten Bieter einen Auftrag zu erteilen und für die Feuerwehr Riedheim zusätzlichen Raum zu schaffen. Doch Feuerwehrreferent Stefan Balkheimer ( Die Linke) plädierte in der Sitzung in einem längeren Statement dafür, die Erweiterung der Lagerflächen der Riedheimer Feuerwehr mittels einer Großgarage zu verschieben.

„Es spricht nichts gegen die Erweiterung, aber nicht jetzt im zweiten Halbjahr 2020“, sagte Balkheimer und sprach sich dafür aus, stattdessen die schon im Inspektionsbericht 2018 angemahnte, weil nicht ausreichende Absauganlage der Leipheimer Feuerwehr einzubauen. Die 20000 Euro wären Balkheimers Meinung nach hier sinnvoller eingesetzt. Wäre 2020 die Inspektion in Leipheim wegen des Corona-Virus nicht ausgefallen, wäre das Thema Absauganlage mit Sicherheit aktuell.

In der Halle der Feuerwehr Riedheim gibt es mehr Platz für die Umkleiden

Bürgermeister Christian Konrad stellt seine Sichtweise dar: „Der Haushaltsansatz der Leipheimer Wehr ist überschritten, über eine Million Euro wurde heuer investiert. Für Riedheim ist noch Geld da.“ Außerdem bat der Rathauschef darum, das bereits laufende Angebotsverfahren für die beschlossene Großgarage in Riedheim nicht zu stoppen. Lager und Werkstatt sollen in die Großgarage mit einer Fläche von sechs mal sechs Metern kommen. In der Halle ist damit mehr Platz für Umkleidemöglichkeiten, die zu gering sind. Die Feuerwehr Riedheim bringt sich beim Aufstellen der Garage mit Eigenleistung ein.

Zweiter Bürgermeister Horst Galgenmüller (UWG) erachtete wie sein Vorredner Jens Kahler eine Prioritätenliste als sinnvoll, um künftig solchen Diskussionen aus dem Weg zu gehen. Volkhard Schreiner ( CSU) hatte eine ganz große Bitte an seine Stadtratskollegen, nachdem Kahler explizit nachgefragt hatte, ob überhaupt Baurecht am geplanten Standort bestehe: „Wir können alles zerreden, aber bringt uns das weiter? Bitte nicht alles hinterfragen und die Verwaltung frustrieren. Wir können und dürfen uns auf die Verwaltung verlassen.“

Die Gebührensatzung der Wehr wurde geändert

Amtsleiter Jürgen Mössle bestätigte, dass die Aufstellungsfläche an der südwestlichen Grundstücksgrenze im Hof in Ordnung sei. Als Bürgermeister Konrad zur Abstimmung bat, gab es eine Gegenstimme, sodass nach Ende der Angebotsfrist in der kommenden Woche, der Auftrag an den günstigsten Bieter gehen kann.

Einstimmig geändert wurde vom Stadtrat die Gebührensatzung der gemeindlichen Feuerwehren Leipheim und Riedheim. Künftig werden Türöffnungen durch die Feuerwehr nach dem tatsächlichen Personal- und Sachaufwand verrechnet. Bisher wurden dafür pauschal 70 Euro plus Sachkosten abgerechnet. Die Kosten für die Schlauchpflege betragen künftig je Schlauch 15 Euro anstatt bisher acht Euro. Gleich bleibt die Pauschale in Höhe von 400 Euro für das Ausrücken nach Fehlalarm einer Brandmeldeanlage. „Viel zu niedrig“, befand Feuerwehrreferent Balkheimer. In dem Betrag sei keine Prüfung der Gerätschaften nach dem Einsatz enthalten. Balkheimer könnte sich vorstellen, für die ersten drei Fehlalarmierungen jeweils 600 Euro abzurechnen, danach 800 Euro. Nur dann sei es so teuer, dass Firmen tatsächlich etwas unternehmen, um Fehlalarme zu vermeiden.

Eine lebhafte Diskussion entwickelte sich

Als Feuerwehrreferent Uwe Geiger (CSU) auch noch anmerkte, dass bei den Pauschalen Gerätschaften genannt sind, die es weder in Riedheim noch in Leipheim gebe, meldete sich Brigitte Mendle (Grüne) zu Wort und sagte: „Gab es eigentlich keine Absprache mit den Feuerwehrreferenten? Das hätte den Prozess hier im Stadtrat doch beschleunigt.“

Darauf entspann sich eine lebhafte Diskussion über Arbeitsweisen, Ladungsfristen und wer auf wen hätte zugehen müssen. Letztlich wurde die Satzungsänderung einstimmig verabschiedet. Sollte Änderungsbedarf bestehen, werde nachgebessert, lautete der ausgehandelte Kompromiss.

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Die Diskussion ist geschlossen.

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