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Kreis Günzburg

11.01.2019

Eine Liebeserklärung und ein neues Format für Futsal

Hingucker im Beiprogramm: Die Mädels aus der Showtanzgruppe Victory zeigten eine choreografisch gelungene Vorstellung und sorgten für gute Laune unter den Gästen.
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Hingucker im Beiprogramm: Die Mädels aus der Showtanzgruppe Victory zeigten eine choreografisch gelungene Vorstellung und sorgten für gute Laune unter den Gästen.
Bild: Ernst Mayer

In Burgau werden die Gruppen für die Bezirksmeisterschaft ausgelost. Morgen geht es in Günzburg um die Titel. Ein Verein wehrt sich gegen Miesmacherei.

Es kann ins Auge gehen, ein volles Abendprogramm darauf zu stützen, dass acht Kugeln aus einem Behälter gezogen werden. Aber es kann auch funktionieren – wenn der Ablauf stimmt, die Örtlichkeit lockt und sich dann vielleicht noch eine prickelnde Kleinigkeit ereignet, die niemand planen kann. Bei der Auslosung der Spielgruppen für die schwäbische Futsal-Meisterschaft in Burgau riss der Fußball-Abteilungsleiter des TSV Dasing die gut 70 geladenen Gäste aus ihrem aufmerksamen Schweigen, indem er ein schneidiges Bekenntnis zu dieser modernen Variante des Hallenfußballs ablegte. „Wir lieben Futsal“, sagte Michael Schaeffer bei der Vorstellung der Teilnehmer – und wendete sich damit unausgesprochen, aber für jeden Anwesenden eindeutig herauszuhören, gegen die seit ihrer Einführung anhaltende Miesmacherei einer Sportart, die zu Teilen sogar von Funktionären aus dem Fußballverband befeuert wird.

Rein sportlich ging es im beeindruckend schmucken Ambiente des Roma-Forums in Burgau darum, die beiden Vierer-Gruppen für das Turnier zu ermitteln, das an diesem Samstag in der Rebayhalle in Günzburg stattfinden wird. Natürlich entbrannten umgehend Fachgespräche über vermeintliche und tatsächliche Favoritenrollen. Klassenhöchster Starter jedenfalls ist der Landesligist FC Gundelfingen, der sich beim Qualifikationsturnier in Günzburg durchgesetzt hatte.

Drei Teilnehmer hatten keinen Vertreter nach Burgau geschickt

Abteilungsleiter Christian Renner sagte zu den Titelaussichten erst mal nichts, betonte stattdessen: „Wir wollen die Leistung und das Engagement aus der Vorrunde auf die Endrunde übertragen.“ Für den Titelverteidiger aus Stätzling erinnerte Spartenchef Manfred Endraß gut gelaunt an das vergangene Jahr, indem er rustikal bemerkte: „Da sind wir mit zwölf Besoffenen von der Hütte gekommen und haben gewonnen.“ Eine ernsthafte sportliche Kampfansage war das nicht, „aber wir fahren nicht chancenlos nach Günzburg, wollen mindestens das Halbfinale erreichen.“

Drei der acht Endrunden-Teilnehmer hatten übrigens keine Vertreter nach Burgau geschickt. Die Allgäuer Vereine TV Erkheim und SV Steinheim hatten sich offiziell entschuldigt und auf die schneefall-bedingt schlechten Straßenverhältnisse hingewiesen, der TSV Bobingen fehlte, ohne ein Wort darüber zu verlieren.

Ein sehens- und hörenswertes Beiprogramm

Erheblichen Anteil am insgesamt kurzweiligen Ablauf hatte ein wirklich sehens- und hörenswertes Beiprogramm. Zwischendurch bekannten die beiden charmanten Gastgeber Tobias Löhner (Marketingleiter der Firma Roma) und Roland Uffinger (Kaufmännischer Geschäftsführer des Unternehmens), sie würden die schicken Räumlichkeiten in Burgau immer wieder gerne für diesen Anlass zur Verfügung stellen. Der Ort passt umso mehr, als sich inzwischen zur Gewissheit verdichtet, dass die Bezirks-Titelkämpfe auf absehbare Zeit in Günzburg bleiben werden. Spekulationen, nach denen die relativ neue und etwa 800 Besucher fassende Halle in Stadtbergen (heuer immerhin Austragungsort der bayerischen Futsal-Meisterschaft) zum Spielort aufsteigen könnte, beendete Bezirks-Spielleiter Johann Wagner.

Gut gelost: Glücksfee Ingrid Kögl steuerte die acht Mannschaften in zwei ausgeglichene Vorrunden-Gruppen. Bezirks-Spielleiter Rainer Zeiser moderierte.
Bild: Ernst Mayer

„So lange wir in Schwaben keine alternative Halle haben, in die 1000 plus Zuschauer passen, wird das Turnier weiterhin in Günzburg stattfinden – zumal wir im SC Bubesheim einen seit Jahren verlässlichen Partner besitzen, der uns im Fußballverband jede Menge Arbeit abnimmt“, sagte der 61-Jährige, dem Verbandspräsident Rainer Koch unlängst die BFV-Ehrennadel in Gold verliehen hatte. Denkbar sei eine Abkehr von dieser Entscheidung lediglich für den Fall, dass sich die Zuschauerzahlen stark negativ entwickeln. (Lesen Sie hier ein Interview mit Karl Dirr: „Futsal ist kein tot geborenes Kind“

Dem Plan für einen neues Modus wird wohl zugestimmt

Neu sein wird künftig höchstwahrscheinlich der Modus, nach dem die Endrunden-Starter ermittelt werden. Es gibt keine ernsthaften Zweifel daran, dass der Bezirks-Spielausschuss bei seiner Sitzung am 19. Januar dem Plan zustimmen wird, die Qualifikation über Titelkämpfe in den Landkreisen und nachfolgend in den Fußball-Kreisen zu steuern. Bezirks-Spielleiter Rainer Zeiser spricht zwar noch abwartend von einem „Vorschlag zur Reform der Hallenmeisterschaft“, aber er als Vorsitzender des Ausschusses steht hinter der Sache und er bringt als schlagkräftiges Argument vor, dass in allen anderen bayerischen Bezirken bereits nach diesem Modell verfahren wird. Offen ist, wie die Sache konkret ausgestaltet wird.

Im Landkreis Günzburg zum Beispiel findet die Kreismeisterschaft (heuer am 26. Januar) traditionell zeitlich nach der Bezirksmeisterschaft (heuer am 12. Januar) statt. Das müsste man also nachhaltig ändern – oder jeweils Landkreis-Meister aus dem Vorjahr einladen, die Qualifikationen in den Fußball-Kreisen zu bestreiten.

So läuft das Turnier

Zeitplan Die Vorstellung der Teilnehmer in der Rebayhalle Günzburg beginnt am Samstag um 12.15 Uhr. Ab 12.30 Uhr spielen die Männer; das Endspiel ist für 19 Uhr angesetzt. Die Frauen ermitteln ab 16.15 Uhr ihren Bezirksmeister; das Finale steigt hier um 18.15 Uhr.

Modus Acht Teilnehmer spielen bei den Männern um den Futsal-Titel. Aus zwei Vierer-Gruppen erreichen die Ersten und Zweiten das Halbfinale, dessen Sieger sich anschließend im Endspiel gegenüber stehen. Bei den Frauen starten vier Teams; das Turnier beginnt also mit dem Halbfinale. Enden Entscheidungsspiele unentschieden, folgt unmittelbar ein Sechsmeterschießen.

Auslosung Männer-Turnier Die acht Bewerber für die schwäbische Hallen-Krone wurden ohne Setzungen in zwei Gruppen gelost. Ingrid Kögl zog in Gruppe 1 SV Holzkirchen, TV Erkheim, SV Steinheim und TSV Bobingen; in Gruppe 2 setzte sie TSV Dasing, FC Gundelfingen, TSV Meitingen und Titelverteidiger FC Stätzling.

Setzung Frauen-Turnier Die Halbfinal-Begegnungen ergaben sich aus den Platzierungen der beiden Qualifikationsturniere. Um den Einzug ins Finale spielen demnach SpVgg Kaufbeuren und SG Glött-Aislingen sowie Titelverteidiger TSV Schwaben Augsburg und FC Königsbrunn.

Spieldauer Die Gruppenspiele der Männer werden ohne Seitenwechsel ausgetragen und dauern 14 Minuten. Im Halbfinale und im Finale geht’s dann über 2 x 12 Minuten. Die Frauen spielen jeweils 1 x 12 Minuten.

Im edlen Ambiente des Roma-Forums in Burgau wurde die Endrunde der 40. Schwäbischen Fußball-Hallenmeisterschaft ausgelost. Das Rahmenprogramm gestalteten der Musikverein Bubesheim, die Kindergruppe der Tanzschule Corazon und die Showtanzgruppe Victory.
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Auslosung der Endrunde der 40. Schwäbischen Fußball-Hallenmeisterschaft
Bild: Ernst Mayer
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