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Ettenbeuren

31.08.2019

Eine Pflege-Lücke wird geschlossen

Der offizielle Spatenstich war der Auftakt zum Neubau einer Tagespflege-Einrichtung in Ettenbeuren mit (von links) Bürgermeister Matthias Kiermasz, Landrat Hubert Hafner, Ulrich Pilhofer (Vorstand Sozialstation), Architekt Martin Brenner, Christoph Ost (Bauunternehmen Abenstein) und Sozialstations-Geschäftsführer Stefan Riederle.
Foto: Wolfgang Kahler

Mitten in Ettenbeuren entsteht eine neue Tagespflege der Günzburger Sozialstation. Warum das so wichtig ist.

Gleich nebenan liegt der Ettenbeurer Kindergarten und nicht weit weg der Dorfladen: In dieser zentralen Lage wird für pflegebedürftige Senioren eine neue Einrichtung gebaut: Dort entsteht ein Haus der Ökumenischen Sozialstation Günzburg für die Tagespflege. Das sei ein „guter Schritt für die Zukunft im Kammeltal“, sagte Landrat Hubert Hafner beim Spatenstich am Freitag.

Zukunft sollte man nicht voraussehen, sondern möglich machen, zitierte Hafner den berühmten französischen Schriftstellers Antoine de Saint-Exupérie zum offiziellen Auftakt des Neubaus bei hochsommerlichen Temperaturen. Die Pflege und optimale Betreuung von Senioren könne damit sichergestellt werden, denn die Nachfrage nach derartigen Einrichtungen im Landkreis sei vorhanden. Hafner hob die zentrale Lage des Projekts mit guter Verkehrsanbindung an zwei Staatsstraßen sowie Dorfladen und Kindergarten in der Nachbarschaft hervor. Die Tagespflege wird vom Landkreis mit einem freiwilligen Zuschuss von 63000 gefördert.

25 Jahre nach der ersten Sozialeinrichtung, des gemeindlichen Kindergartens in Ettenbeuren entstehe nun ein zweites Sozialprojekt, sagte Kammeltals Bürgermeister Matthias Kiermasz. Er hob die Hartnäckigkeit von Stefan Riederle, dem Geschäftsführer der Günzburger Sozialstation hervor, dieses Vorhaben in Ettenbeuren zu realisieren. Das große Interesse bei einer Infoveranstaltung im Frühjahr habe gezeigt, dass der Bedarf dafür vorhanden sei. Von der Gemeinde werde das Projekt mit einem ähnlich hohen Zuschuss wie vom Landkreis unterstützt.

Bereits 2014 gab es erste Überlegungen

Sozialstation-Geschäftsführer Riederle informierte, dass es bereits 2014 erste Überlegungen für dieses Projekt im Kammeltal gab, denn weitere Einrichtungen dieser Art befinden sich in weiterem Umkreis wie Burgau, Dinkelscherben, Günzburg, Krumbach und Zusmarshausen.

Als Standort war zunächst das ehemalige Wäschehaus des Dominikanerinnen-Klosters Wettenhausen beabsichtigt, doch wären die Sanierungskosten zu hoch ausgefallen. Die frühere Grundschule in Ettenbeuren als weitere Möglichkeit ließ sich nicht realisieren, dann bot Bürgermeister Kiermasz das Filet-Grundstück an.

18 Betreuungsplätze und 15-Teilzeit-Arbeitskräfte

Auf 1600 Quadratmetern entsteht dort nun die Tagespflege für 18 Betreuungsplätzen und 15 Teilzeit-Arbeitskräften. Die Kosten bezifferte Riederle auf circa 1,5 Millionen Euro. Schon Anfang September kämen die Fertigteil-Elemente und Ende des Jahres könne der Innenausbau erfolgen, rechnet Architekt Martin Brenner aus Günzburg, die Eröffnung soll im Frühjahr 2020 erfolgen. Die Einrichtung soll nach Absicht der Sozialstation zum einen mit der teilstationären Versorgung Angehörige entlasten und es ermöglichen, dass pflegebedürftige Menschen so lange wie möglich im heimischen Umfeld bleiben können, sagte Geschäftsführer Riederle.

Die Gäste der Tagespflege werden durch den Fahrdienst der Sozialstation von daheim abgeholt und wieder zurückgebracht. Er freue sich über Zuschüsse vom Deutschen Hilfswerk der ARD-Fernsehlotterie, vom Landkreis und der Gemeinde, der Lions- und Rotary-Vereine sowie von der Bayerischen Landesstiftung.

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