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01.02.2019

Eine Toilette auf dem Friedhof?

Warum das gar nicht so leicht ist

Der Friedhof im größten Ichenhauser Stadtteil, in Hochwang, hat keine Toilette. Ein Manko, findet 3. Bürgermeister Hubert Schuler, der gleichzeitig die vom Soldatenverein für die Sanierung des Leichenhauses in Aussicht gestellte Hilfe lobte. Er bat die Mitglieder des Bauausschusses, über den Einbau einer Toilette am Hochwanger Friedhof nachzudenken.

Diesen Wunsch hatte im November auch ein Bürger bei der Bürgerversammlung in Hochwang geäußert. Allerdings seien bei der Sanierung des Leichenhauses keine größeren Maßnahmen vorgesehen, sondern lediglich Unterhaltsmaßnahmen wie Putzausbesserungen oder Malerarbeiten, heißt es von der Verwaltung. Der Einbau einer Toilette erfordere größeren Aufwand, auch Reinigungskosten werden genannt.

Dass eine Toilette im Hochwanger Friedhof durchaus wünschenswert wäre, wollte im Bauausschuss aber niemand bezweifeln. Den Argumenten Schulers, dass gerade ältere Menschen zur Grabpflege oft lange auf dem Friedhof verweilen und dieser auch ein Ort der Begegnung sei, widersprach niemand. Der ernüchternde Beitrag kam von Stadtbaumeister Adolf Stapf: „Kein Kanalbestand!“, sagte er. Bis zum nächsten Kanal seien es gut 150 Meter. „Gar kein Problem“, sah Zweiter Bürgermeister Franz Zenker in dieser Tatsache. Er schlug eine Toilette mit Grube vor, die einmal im Jahr zu leeren wäre. Das warf für Hans-Joachim Hofmann die Frage auf, ob abflusslose Fäkalgruben überhaupt noch erlaubt sind.

Vor einer Entscheidung soll das Stadtbauamt dies ermitteln und außerdem klären, wie und ob ein möglichst günstiger Kanalanschluss machbar wäre. Der Wunsch nach einer Toilette auch auf dem Hochwanger Friedhof sei „verständlich“, sagte Bürgermeister Robert Strobel. Allerdings wies er darauf hin, dass eine unbeheizte Toilette wie auf dem Riedener Friedhof etwa drei Monate im Jahr gar nicht genutzt werden kann. (ilor)

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