Newsticker

Auseinandersetzungen bei Protesten gegen die Corona-Politik in Rom
  1. Startseite
  2. Lokales (Günzburg)
  3. Eine „gute Botschaft“ im Fall Yosores?

22.04.2015

Eine „gute Botschaft“ im Fall Yosores?

Mitglied der Härtefallkommission reist nach Krumbach

Dürfen die in Krumbach lebende Philippinin Gloria Yosores und ihr Sohn Joseph Benedict in Deutschland bleiben? Derzeit deutet einiges darauf hin, dass es eine „gute Botschaft“ gibt. So formuliert es der ehemalige Landtagsabgeordnete Karl Kling, einer der Unterstützer der beiden. Kling ist seit Monaten in intensivem Kontakt mit der Härtefallkommission des Innenministeriums, deren Entscheidung in diesem Fall maßgebend sein dürfte. Kling teilte mit, dass sich der Vorsitzende der Kommission, Wilfried Mück, ein Bild vor Ort machen möchte und in einigen Tagen zu einem Besuch in Krumbach eintreffen werde.

Die Staatsregierung hat bekanntlich zugesichert, dass sich Gloria Yosores und ihr Sohn auf alle Fälle so lange im Land aufhalten können, bis der Fall entschieden ist. Entsprechend war die Duldung wiederholt verlängert worden, zuletzt bis zum 7. Juli. Professor Kling geht davon aus, dass die Härtefallkommission eventuell aber bereits im Mai über den Fall beraten und entscheiden könne. Kling freut sich über den Besuch von Mück. Das sei eine anrührende Geste der Menschlichkeit.

Kling steht auch in engem Kontakt mit dem Ursberger Dominikus-Ringeisen-Werk (DRW). Dabei geht es maßgeblich um eine dreijährige Ausbildung von Gloria Yosores zur Altenpflegehelferin und anschließend zur staatlich anerkannten Altenpflegerin. Gloria Yosores hat bekanntlich inzwischen vom DRW die Zusage, dass sie eine entsprechende Ausbildung beginnen kann, die sich über einen Zeitraum von insgesamt drei Jahren erstrecken könnte. Die Ausbildung kann die 46-Jährige zum 1. September beginnen.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Die Härtefallkommission des bayerischen Innenministeriums entscheidet zum zweiten Mal über den Verbleib von Mutter und Sohn. Im vergangenen Oktober hatte sich die Kommission gegen einen Verbleib ausgesprochen. Der deutsche Ehemann hatte Gloria Yosores verlassen – kurz bevor sie ein eigenständiges Bleiberecht erhalten hätte.

Die dem Innenministerium zugeordnete Härtefallkommission tagt nicht öffentlich. Sie gibt keine Begründungen ihrer Entscheidungen heraus, das zahlenmäßige Abstimmungsergebnis wird nicht bekannt gegeben. Der Kommission gehören keine Landtagsabgeordneten, sondern neun Vertreter externer Organisationen wie beispielsweise der beiden Kirchen an. Ein nicht stimmberechtigter Vertreter des Innenministeriums kommt hinzu. Für eine positive Empfehlung ist eine Zweidrittelmehrheit erforderlich. Die Empfehlung der Kommission wird an das Innenministerium weitergeleitet, das die Empfehlung bestätigen muss. (pb)

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren