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Gemeinderat I

01.06.2015

Eine kleine Schule setzt Akzente

In der Grundschule Waldstetten läuft einiges anders als in anderen Schulen. So können Schüler auch mal an Stehpulten arbeiten.

Waldstettens Modus-Schule wurde jetzt in Ellzee vorgestellt. Die Einrichtung hat schon durch viele positive Entwicklungen auf sich aufmerksam gemacht

Schulleiter Andreas Spatz von der Grundschule Waldstetten hat im Gemeinderat Ellzee das neue Modus-Modell erläutert. Für fünf Jahre hat sich die kleine Schule einen Sonderstatus erworben, der für das „Modell Unternehmen Schule“ steht. Ziel ist es, den Schulen im Bereich der Schulentwicklung mehr Eigenverantwortung einzuräumen.

Die Vorarbeit auf diesem Weg geht bis ins Jahr 2011 zurück, wo die Waldstetter Schule durch die Einweihung eines neuen Computerraumes, der Gründung eines Fördervereins und als Endrundenteilnehmer bei „Kinder zum Olymp/Kids – Körperkunst in der Schule“ auf sich aufmerksam machte. Beim Mundartwettbewerb des Kultusministeriums stellte Waldstetten den ersten Sieger im Regierungsbezirk Schwaben. Die Grundschule Waldstetten ist eine der Gewinnerschulen, bei der die Initiative „Spielen macht Schule“ mit dem erarbeiteten Konzept die Jury überzeugte. Die eingeführte Mittagsbetreuung für 35 Kinder, ein kostenloser Bustransfer nach Ellzee und in die Ortsteile sowie ein angebotenes warmes Mittagessen waren weitere Pluspunkte.

Bei Dreharbeiten des Bayerischen Fernsehens gab es einen Bericht über die neu angeschafften Stehpulte. Renovierungsarbeiten und die Neugestaltung der Außensportanlagen führten schließlich im Januar 2014 zu der Preisverleihung mit Würdigung des gesamten Schulentwicklungsprozesses und im Dezember gleichen Jahres zur Zuerkennung des Modus-Status für die nächsten fünf Schuljahre.

Was sich ändert, erläuterte Schulleiter Andreas Spatz im Anschluss. So wird ab diesem Schuljahr als erste Maßnahme die Wirksamkeit der Ankündigung von Probearbeiten in der dritten Jahrgangsstufe überprüft. Im Mittelpunkt einer Fragebogenerhebung bei Eltern, Lehrern und Schülern steht der Leistungsdruck in den Familien. Darüber hinaus wird das Zwischenzeugnis in der dritten Jahrgangsstufe durch zwei jährliche Zwischenberichte ersetzt. Durch individuelle Gespräche mit Schülern und Eltern soll noch mehr Kontinuität bei der Elternpartnerschaft erreicht werden.

Zudem setzt die Grundschule mehrere Maßnahmen zur individuellen Förderung der Schüler um. Dazu gehört der Einsatz von Tablet-PCs sowie wöchentlich fest eingeplante Phasen der jahrgangsübergreifenden Atelierarbeit mit vielfältigen Kursangeboten zur Förderung der unterschiedlichen Talente.

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