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Einkaufswagenbauer Wanzl ist auf einem guten Weg

Einkaufswagenbauer Wanzl ist auf einem guten Weg
Kommentar Von Till Hofmann
03.01.2020

Warum diese Veränderungen dem Familienunternehmen gut tun. Was das für die Zukunft bedeutet. Und woran noch gearbeitet werden muss.

Das Metallzeitalter gehört in der Firma Wanzl endgültig der Vergangenheit an – jedenfalls, was die etwas umständlich und altertümlich wirkende Namensgebung eines der bedeutendsten Arbeitgeber im Landkreis Günzburg anbelangt. Die „Metallwarenfabrik“ ist gestrichen. Vielleicht auch damit eine durchaus erkleckliche Zahl an Anrufern, die sich zunächst Gewissheit verschaffen wollten: Wanzl Metallwarenfabrik? Produziert ihr tatsächlich Einkaufswagen?“

Ja – mit über zwei Millionen jedes Jahr vielleicht nicht mehr ganz so viele wie in zurückliegenden Jahren. Und das auch schon länger nicht mehr nur aus Metall. Die Weltmarktführerposition bleibt mit dem Bestseller nach wie vor erhalten. Aber das familiengeführte Unternehmen hat gut daran getan, sich zu modernisieren und zu diversifizieren.

Den Anschluss nicht verpassen

Längst werden nicht mehr nur Bücher oder Elektrogeräte im Internet gehandelt. Lebensmittel gehören genauso dazu. Einkaufswagen und der stationäre Einzelhandel in Form von ansprechenden Supermärkten werden nicht dramatisch an Bedeutung verlieren. Aber um den finanziellen Kuchen der Konsumenten ranken sich weitere Wettbewerber oder etablierte, die den Anschluss an die modernen Zeiten nicht verpassen wollen.

Einkaufswagenbauer Wanzl ist auf einem guten Weg

Da tut Wanzl gut daran, Antworten auf Fragen zu geben, die sich der Handel stellt. Offenbar gerät in dieser modernen Welt auch die Wirtschaftsform einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) zu schnell an ihre Grenzen. Der Inhalt des Pakets, das die Wanzl-Bosse geschnürt haben, wirkt überzeugend.

Mittelständler mit globalem Aktionsradius

Der identische Firmen- und Familienname steht für einen zuverlässigen, familiengeführten Mittelständler, der weltweit Geschäfte macht und versucht, sich neue Märkte zu erschließen – und das in einer durchaus herausfordernden Situation mit stärker werdenden Konkurrenten und satten Rohstoffpreisen.

Dass Gottfried Wanzl, der Aufsichtsratschef des Mutterkonzerns, seine Familie weiterhin als elementaren Bestandteil des Unternehmens betrachtet, beweist die Entscheidung, dass sein Sohn und seine Nichte in einem weiteren Aufsichtsrat vertreten sind. Damit bleibt zwar das operative Geschäft außen vor, doch die Zügel wollen die Wanzls auch nicht aus der Hand geben.

Ein gutes Zeichen an die Belegschaft, aber...

Das ist ein gutes Zeichen an die Belegschaft. Die will freilich nicht nur einen anderen Briefkopf bei der Lohn- und Gehaltsabrechnung erkennen, sondern auch, dass die langwierigen Verhandlungen mit der IG Metall, die sich in einen mit Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertretern paritätisch besetzten Aufsichtsrat erst gerichtlich einklagen musste, endlich erfolgreich zu Ende gebracht werden.

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