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Ellzee

22.01.2019

Ellzeer sind skeptisch, was den Breitbandausbau angeht

Das Thema Breitband erhitzt in Ellzee die Gemüter.

In der Bürgerschaft in Ellzee herrscht große Unzufriedenheit über den Breitbandausbau. Was der Gemeinderat dazu sagt.

Im Vorfeld der Gemeinderatssitzung hatte Bürgermeister Karl Schlosser das Gespräch mit dem Breitbandpaten Anton Biereder vom Ingenieurbüro Höpfinger gesucht, weil in der Vergangenheit vermehrt Fragen aus der Bevölkerung über den weiteren Verlauf der Breitbandversorgung gekommen waren. Dass gleichzeitig große Unzufriedenheit über den Breitbandzustand herrscht, zeigte die sehr emotional geführte Diskussion im Gremium.

Die Firma Graf Rohrleitungs- und Tiefbau GmbH führte im Auftrag von Smart-one die Kabelverlegungsarbeiten durch. Laut Bürgermeister Schlosser hielt sie das bauliche Zeitlimit bis zum 31. Dezember 2018 ein. Ab dem 1. Juni haben die Bürger ein Anrecht auf ein schnelles Internet von mindestens 30 Mbit pro Sekunde. Außerdem werde es je nach Ortslage große Unterschiede in Qualität und Geschwindigkeit geben: Bereiche, in denen die 30 Mbit/s über Kupferleitung erreicht werden, sowie Gebiete, in denen über Glasfaser bis zu 100 Mbit/s je nach Vertrag beantragt werden können.

In Gebieten, die mit Glasfaser bedient werden, haben die Anschlussnehmer kein Anrecht auf 30 Mbit/s über die Kupferleitung. Den Glasfaserhausanschluss von der Grundstücksgrenze bis zum Gebäude muss der Eigentümer bezahlen. Dafür werden 400 Euro Kosten erwartet. Von den Gesamtkosten (rund 300000 Euro) erhält die Gemeinde 240000 Euro Zuschuss.

Skepsis über die Breitbandziele von Smart-one

Eine Reihe von Gemeinderäten äußerte Skepsis über die Breitbandziele von Smart-one. Bereits jetzt komme zum Beispiel bei einem Zehn-Mbit/s-Vertrag tatsächlich eine viel geringere Kapazität beim Endabnehmer an. Man sei von Smart-one „aufs Kreuz gelegt worden“ und Smart-one sei der Einzige, der vom Breitbandausbau in Ellzee Vorteile genieße, wurde geäußert. Auch finde man bei Anrufen bei dieser Firma immer wieder wenig kompetente Ansprechpartner vor. Bürgermeister Schlosser wies darauf hin, dass Smart-one bei der Ausschreibung der kostengünstigste Anbieter war, und Telekom zum Beispiel überhaupt kein Angebot abgegeben habe.

Die Gemeinde werde 20 Prozent der Bausumme einbehalten und diese erst freigeben, wenn die Bürger zufrieden seien, erklärte Schlosser. Er rief alle Mitbürger auf, per E-Mail Unterschreitungen der Vertragsleistungen an ihn oder Michael Unterholzner vom Sachgebiet Bauverwaltung in der VG Ichenhausen mitzuteilen. Die Gemeinde bleibe am Ball und werde sicherstellen, dass auch bei Kupferkabel vertragsmäßig geliefert werde. Bürgermeister Schlosser kann sich auch vorstellen, bei vermehrten Klagen den Breitbandbeauftragten und einen Vertreter der Firma zu einer kritischen Aussprache in den Gemeinderat einzuladen.

Neue LED-Beleuchtung in einem Baugebiet in Stoffenried

  • Feuerwehr Es wurde an das beauftragte Ingenieurbüro Müller aus Weißenhorn appelliert, die Genehmigungsplanung für den Bau des neuen Feuerwehrgerätehauses in Ellzee voranzutreiben. Bis Juni des Jahres sollte die Entwurfsplanung mit Kostenberechnung vorliegen.
  • Gewerbegebiet Der geänderte Flächennutzungsplan zur Aufstellung des Bebauungsplanes „Gewerbegebiet Rohrer Weg“ in Ellzee kann an das Landratsamt zur Genehmigung weitergeleitet werden. Nachdem das Sachgebiet Immissionsschutz im Landratsamt bemängelt hatte, dass bezüglich der Geruchsemissionen aus der nahe gelegenen Biogasanlage und Kompostieranlage kein Geruchsgutachten vorliege, erklärte sich der Unternehmer, der dort ansiedeln will, bereit, ein Solches erstellen und in den Bebauungsplan einarbeiten zu lassen.
  • Hotspot Abschließend wurde andiskutiert, ob in Ellzee ein Internet-Hotspot errichtet werden sollte. Bürgermeister Schlosser will die Kosten dafür eruieren.
  • Strom Die LEW Verteilnetz GmbH erhält den Auftrag in Höhe von etwa 6800 Euro für die Errichtung eines Stromnetzanschlusses mit Zähleranschlusssäule an der neuen Freizeitanlage in Stoffenried. Die gleiche Firma erhält den Auftrag für die Lieferung und Montage der Straßenbeleuchtung im Baugebiet Haldenweg in Stoffenried zu einem Preis von circa 30000 Euro. Die neue LED-Beleuchtung reguliere sich im Laufe der Nachtzeit selbsttätig zurück, erklärte Unterholzner , als ein Gemeinderat nach Einsparmöglichkeiten fragte. Den Auftrag für den Einbau einer weiteren Küchenzeile im Kindergarten St. Katharina in Ellzee für etwa 3200 Euro erhält die Schreinerei Schneider aus Waldstetten. 1500 Euro fallen für zusätzliche Handwerkerleistungen (Elektro- und Wasseranschluss) an.
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