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19.10.2009

Energie und Lebensfreude gegen tückische Krankheit

Günzburg (AZ) - Energie und Lebensfreude nutzt der Chor Sumasesu, um auf ein ernstes Thema aufmerksam zu machen: Aids und HIV. Die Musiker aus Tansania waren in Günzburg zu Gast und begeisterten mehr als 100 Zuhörer.

Die 15 Aidsaktivisten um Egnatio Mtawa brachten mit ihrer landestypischen Folklore den Saal schnell zum Kochen. Kaum ein Fuß oder eine Hand blieb ruhig und nach jedem Lied brandete lauter Beifall auf. Die einzelnen Lieder wurden zwischendurch von Pfarrer Johannes Löffler und Egnatio Mtawa übersetzt.

Tradition und Moderne

Extra für diesen Auftritt hatte ein Teil Gruppe ein Stück mit Sprechgesang einstudiert. Sichtlich Spaß machte den vier jungen Musikern das Vermischen traditioneller afrikanischer und moderner Musik. Und auch dem Publikum gefiel dieses "Experiment".

Energie und Lebensfreude gegen tückische Krankheit

Bernhard Kastner vom Gesundheitsamt Günzburg interviewte kurz vor der Pause Egnatio Mtawa und Dietmar von der Aidshilfe Ulm. Dietmar gab als Betroffener einen Einblick in das Leben mit dem Virus. "Am Anfang war es ein großer Schock und ich hatte das Gefühl, dass meine Welt zusammenbricht", so Dietmar. Er berichtete von negativen Erfahrungen in der Gesellschaft, wie Ausgrenzung und Beleidigungen. Aber auch von positiven Erlebnissen - der Zusammenhalt der Familie und die "Lust am Leben". Egnatio Mtawa gab einen Einblick in das Leben mit HIV und Aids in Tansania: "Wir haben viel erreicht, aber noch einen weiten Weg vor uns".

Finale für Präventionsprojekt

Bernhard Kastner und Dominik Weiß vom ZAS-Zentrum für Aidsarbeit Schwaben, die Organisatoren der Landkreispräventionswochen, freuten sich, dass sie diesen Abend mit organisieren und sich und ihre Arbeit vorstellen konnten. "Das Konzert heute war das richtige Finale unseres Präventionsprojektes", so Weiß. Das Publikum konnte sich in der Pause mit einigen Präventionsmethoden vertraut machen und den Fachleuten des Gesundheitsamtes, dem ZAS und der Aidshilfe Ulm Fragen stellen.

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