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Kötz

22.02.2018

Entsteht ein „Autobahnkreuz“ im Wald?

Noch müssen alle hier durch: Die B16 führt ab der Waldsiedlung durch die Muna-Senke Richtung Günzburg. Über die künftige Verkehrsführung gibt es noch Diskussionen.
Bild: Bernhard Weizenegger

In Kleinkötz gibt es viel Kritik an den Plänen für die neue B16. Abgeordneter Sauter kommt dabei nicht gut weg.

Was soll das? In Kötz wird am Sinn der Spange gezweifelt, die irgendwann einmal Autofahrer aus Kötz auf die künftige Umgehungsstraße bringen soll, wenn die Straße zur Waldsiedlung eine Sackgasse wird. Auch im Gemeinderat wurden Fragen, Zweifel und Kritik an der Planung für die Umgehungsstraße von Kötz und Ichenhausen laut, die das Staatliche Bauamt vorigen Monat vorgestellt hat.

Unter dem sonst oft schnell erledigten Punkt „Verschiedenes, Wünsche und Anträge“ brachte Werner Wöhrle die Diskussion mit deutlicher Kritik am Landtagsabgeordneten Alfred Sauter in Gang. Sauter habe immer versichert, dass die Trasse für die neue B16 möglichst weit nach Osten geschoben werde, sagte Wöhrle, aber zumindest für die Waldsiedlung und für Ebersbach gelte das nicht: „Pustekuchen!“, sagte er, „nichts ist passiert.“ Und jetzt werde schon vermessen. Die Spange, die Kleinkötz in Zukunft mit der Umgehungsstraße verbinden soll, lasse „eine Mehrbelastung für die Waldsiedlung“ erwarten, zudem sei die Trasse sehr nah an die Kleinkötzer Waldsiedlung gerückt.

„Ist der Legoland-Parkplatz mehr wert als die Menschen, die dort wohnen?“, fragte Wöhrle und forderte den Kötzer Bürgermeister Ernst Walter auf, den Behörden deutlich zu machen, dass Kötz die Umfahrung in der vorgestellten Version ablehne. Das Minimum wäre in seinen Augen mehr Lärmschutz beispielsweise durch Tieferlegung und größeren Abstand zur Wohnbebauung. Walter pflichtete den Kritikern beim Thema Abstand bei. Mindestens 300 Meter habe man der Gemeinde Kötz versprochen, jetzt sollen es bei Ebersbach nur knapp 200 Meter sein, sagte er. Die geplante Spange von Kleinkötz zur Umgehungsstraße bedeutet laut Walter außerdem einen „Landverbrauch, der auf den ersten Blick nicht einsichtig erscheint“. Wegen der Spange hätten sich schon Bürger an das Staatliche Bauamt gewandt und Kritik vorgebracht, sagte der Kötzer Bürgermeister, und Gemeinderat Alois Gast setzte nach: „Das tut uns schon weh, dass man ein halbes Autobahnkreuz in den Wald hineinbaut“, sagte Gast, „die Spange ist Unsinn hoch drei.“

Bedenken von Gemeinderat Richard Lochbrunner, dass die Kötzer zwar diese von vielen kritisierte Spange bekommen sollen, dafür aber womöglich der Ausbau der Kreisstraße GZ5 gestrichen werden könnte, zerstreute Walter. Bei der GZ5 sei der Landkreis der Bauherr, bei der Umfahrungsstraße der Bund. Er werde Bedenken und Kritik bei einem Gespräch mit dem Staatlichen Bauamt vorbringen, zu dem die Behörde für den 8. März eingeladen habe, sagte Walter den Gemeinderäten. Das war zumindest Werner Wöhrle nicht genug. „Lieber gleich, die Zeit drängt schon“, sagte er.

Also sagte Walter zu, umgehend per E-Mail bei der Behörde in Krumbach die Kritik aus Kötz kundzutun und sie bei dem Gespräch Anfang März zu bekräftigen. In der nächsten Sitzung des Kötzer Gemeinderats am 13. März soll Walter dann von dem Treffen in Krumbach berichten, beantragte Werner Wöhrle.

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