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Gundremmingen

03.12.2018

Er prägte 50 Jahre Kirchengeschichte in Gundremmingen

Pfarrer Richard Harlacher steht im Mittelpunkt. Der Heimatverein und die Gemeinde Gundremmingen haben ihm eine Ausstellung gewidmet.
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Pfarrer Richard Harlacher steht im Mittelpunkt. Der Heimatverein und die Gemeinde Gundremmingen haben ihm eine Ausstellung gewidmet.
Bild: Peter Wieser

Zum Jubiläum von Pfarrer Harlacher gibt es im Gundremminger Museum eine besondere Ausstellung. Am Sonntag wurde mit einem Festgottesdienst gefeiert

So viele Besucher wie am Freitag hat es bei einer Eröffnung einer Sonderausstellung im Museum Gundremmingen noch nie gegeben. „Pfarrer Richard Harlacher – 50 Jahre in Gundremmingen, 50 Jahre kirchliches Gemeindeleben“, so lautet der Titel.

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Hans Joas, der Vorsitzende des Heimatvereins, der jedes Jahr in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Gundremmingen eine Sonderausstellung organisiert, erinnerte an den heiligen St. Martin, der seinen Mantel geteilt und dem Bettler geschenkt hatte. Heute sei das wertvollste die Zeit, die man gerne eingebracht habe, um die 18. Ausstellung des Gundremminger Museums Pfarrer Richard Harlacher zu widmen. Im Mittelpunkt stehen die Fragen: „Was war nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil? Was ist mit dem neuen Pfarrer anders geworden, was hat sich erhalten und was verlief sich im Sande? So zeigt ein Modell am Eingang zum Museum, auf dem die Anwesen des Dorfes zu sehen sind, beispielsweise in welchen Straßen die Fronleichnamsprozession und der Martinsumzug verläuft.

Eine ganz neue Form der heiligen Messe

Kurator Jürgen Schmid ging auf die Veränderungen in der Liturgie vor 50 Jahren ein: Es wurde von der lateinischen in die deutsche Sprache gewechselt. Eine ganz neue Form der heiligen Messe gab es zudem, bei der der Pfarrer nicht mehr mit dem Rücken zu den Gläubigen stand. Außerdem zeigt die Ausstellung eine ganze Reihe an Raritäten und Kuriositäten, die auf dem Dachboden der Kirche gefunden wurden: von alten Utensilien, wie der Pfarrer früher die Sakramente spendete, bis hin zur Martinusfahne, die seinerzeit ihren Platz in der Kirche St. Martin hatte.  Zuvor schon hatte Gundremmingens Bürgermeister Tobias Bühler erläutert, welchen Wandel die Kirche durchlebt habe und wie Pfarrer Richard Harlacher diesen in Gundremmingen mitgegangen sei – sogar mit einem iPhone der neuesten Generation. „So kennen wir unseren Pfarrer, immer locker. Er weiß, was er möchte und so soll er auch noch lange bleiben“, betonte Bühler.

Er prägte 50 Jahre Kirchengeschichte in Gundremmingen

Und was sagte Pfarrer Richard Harlacher dazu? „Mich freut es, in Ihrer Mitte sein zu dürfen und dass Sie alle um mich herum sind.“ Freude zeigte er nicht nur über die ihm gewidmete Ausstellung, sondern vor allem auch darüber, dass Pfarrer Luka Lucic zur Eröffnung gekommen war. Pfarrer Lucic wirkte in den Jahren 1980 bis 1986 als Seelsorger für die damals im Kernkraftwerk beschäftigten kroatischen Arbeiter und ist heute Pfarrer der Kroatischen Katholischen Gemeinde mit Sitz in Rottweil. Hinzu kam das Duo „Juliet und Martina“, das mit Gesang und Piano die Eröffnung besonders feierliche gestaltete.

Ende des Jahres geht Pfarrer Harlacher in Ruhestand

Am Samstag war es genau 50 Jahre her, dass Pfarrer Richard Harlacher als Seelsorger nach Gundremmingen kam. Am Sonntag wurde dies mit einem Festgottesdienst groß gefeiert. Die Festpredigt hielt Pfarrer Monsignore Franz Wolf. Zum Ende des Jahres wird Pfarrer Harlacher in den Ruhestand gehen, aber weiter in Gundremmingen wohnen und der Gemeinde erhalten bleiben. „Ich habe das alles bis zum heutigen Tag gerne gemacht und habe viele Unterstützer gehabt“, betonte er am Ende des Festgottesdiensts.

Die Ausstellung „Pfarrer Richard Harlacher – 50 Jahre in Gundremmingen, 50 Jahre kirchliches Gemeindeleben“ im Museum in Gundremmingen kann noch bis zum 6. Januar 2019, jeweils sonntags von 15 bis 17 Uhr, sowie nach Vereinbarung besichtigt werden.

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