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Günzburg

12.01.2020

Erfolgreiche Zukunftsstrategien für Günzburg gesucht

Die Wirtschaftsvereinigung Günzburg (von links): An Minh Pham (Schriftführer), Martin Wachter (ehemaliger Schriftführer), Mathias Kraus (Kassier), Eva Flemisch (Vorsitzende) und Peter Schleifer (Ehrenmitglied). Auf dem Bild fehlt der stellvertretende Vorsitzende Hermann Hutter.
Foto: Michael Lindner

Die Vorsitzende der Wirtschaftsvereinigung Eva Flemisch äußert sich zu den umstrittenen Pollern am Marktplatz und den Herausforderungen der Zukunft.

Eine Premiere hat es am Freitagabend im Schloss Reisensburg gegeben: den ersten Neujahrsempfang der Wirtschaftsvereinigung, zu dem rund 60 Personen kamen. Mit diesem Andrang zeigte sich die Vorsitzende der Günzburger Wirtschaftsvereinigung Eva Flemisch sehr zufrieden, die in ihrer Rede mehrere Herausforderungen für die Stadt und die Unternehmen hervorhob: Dazu zählen unter anderem der Fachkräftemangel, der Klimawandel und die Digitalisierung. „Wir brauchen Zukunftsstrategien für Günzburg“, sagt Flemisch, die im November 2017 als jüngste Vorsitzende in der Geschichte der Günzburger Wirtschaftsvereinigung und zugleich erste Frau an die Spitze gewählt wurde.

Bevor der Neujahrsempfang begann, versammelten sich die Mitglieder der Wirtschaftsvereinigung. Vorsitzende Flemisch blickte dabei auf das Jahr 2019 zurück und zeigte sich kritisch zum Thema „Poller“. Zur Erinnerung: Im November 2018 beschloss der Günzburger Stadtrat, den Marktplatz mit einer automatischen Polleranlage an zwei Stellen vor dem motorisierten Verkehr zu schützen, um in den Sommermonaten für mehr Sicherheit und Aufenthaltsqualität in der Fußgängerzone zu sorgen. Anwohner und mehrere Geschäftsleute in der Innenstadt befürchteten ein Verkehrschaos und Nachteile beispielsweise bei der Lieferung von Medikamenten, wenn zweimal am Tag für einige Stunden die ausgefahrenen Poller auch Fahrern mit einer Berechtigung die Zufahrt zum Marktplatz verwehren. Wegen technischer Probleme verzögerte sich der Regelbetrieb vergangenes Jahr immer weiter.

Wirtschaftsvereinigung Günzburg wurde vom Thema Poller am Marktplatz überrascht

Ob und wie sich die Poller bewähren, wird also erst in diesem Jahr zu sehen sein. „Wir sind vom Thema Poller überrascht worden und sind mit dem aktuellen Stand der Dinge nicht happy“, sagt Flemisch. Außerdem sei die Kommunikation ihrer Meinung nach nicht sehr glücklich gelaufen. Es müsse jetzt ein Konzept entwickelt werden, um voranzukommen und Strategien für eine erfolgreiche Zukunft der Innenstadt zu entwickeln. Denn eines darf laut Flemisch auf keinen Fall passieren: Dass noch mehr Poller, beispielsweise in der Hofgasse, installiert werden.

Die Vorsitzende der Wirtschaftsvereinigung stellte zudem kurz einige zentrale Punkte des Arbeitskreises Politik und Positionspapier vor. Dabei gehe es unter anderem um den Komplex Mobilität, der sich mit der Parkplatzsituation in Günzburg sowie einem möglichen Ausbau der B16 beschäftige. Nicht weniger bedeutend sei für sie das Thema Wohnraum. Für die Unternehmen sei es wichtig, dass die dringend benötigten Fachkräfte auch adäquaten und erschwinglichen Wohnraum finden.

Wirtschaftsvereinigung Günzburg macht 2018 knapp 9000 Euro Verlust

Nach Angaben des Kassiers Stefan Bosch standen 2018 Einnahmen in Höhe von mehr als 5900 Euro Ausgaben von etwa 14760 Euro gegenüber. Die Mehrausgaben resultierten vor allem aus der Förderung der Cityinitiative. In den Rücklagen hat die Wirtschaftsvereinigung noch ungefähr 59 000 Euro.

Wenig Veränderungen gab es bei den Neuwahlen des Vorstands. Eva Flemisch bleibt Vorsitzende, ihr Stellvertreter ist weiterhin Hermann Hutter. Der bisherige Schriftführer Martin Wachter wollte altersbedingt nach mehr als 15 Jahren nicht erneut kandidieren, auf ihn folgt An Minh Pham. Eine besondere Ehre wurde dem ehemaligen Vorsitzenden Peter Schleifer zuteil: Er ist ab sofort Ehrenmitglied. Flemisch bezeichnete ihn als „Stimme der Wirtschaft“, ohne dessen jahrelangen Einsatz es die City-Initiative und das City-Management nicht geben würde.

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