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Kieswerk

21.02.2018

Erst mal muss ein Zaun rum

Die Sortieranlage des ehemaligen Kieswerks in Riedhausen rostet vor sich hin. Eine Initiative und die Arge Donaumoos wollen es als Erinnerungs- und Informationsstätte über den Kiesabbau im Donaumoos erhalten.
Bild: Bernhard Weizenegger

Eigentlich sollte der Stadtrat über die Landmarke Donaukies entscheiden. Warum dort jetzt zunächst etwas getan werden muss

Erhalt des Sortierwerks Riedhausen – so stand es am Montagabend als 19. und letzter Tagesordnungspunkt in der öffentlichen Sitzung des Günzburger Stadtrats geschrieben. Doch schon zu Beginn der Sitzung deutete sich an, dass es an diesem Abend keine Entscheidung zum Thema geben werde. Angelika Fischer (GBL), zugleich Mitglied der Initiative, die sich für den Erhalt des ehemaligen Kieswerks einsetzt, hatte angekündigt, einen Antrag auf Vertagung des Punktes stellen zu wollen. Den zog sie zwar später nach kurzer Diskussion mit Oberbürgermeister Gerhard Jauernig zurück, befassen wird sich das Gremium damit aber erst wieder in seiner Sitzung zu Beginn der Osterferien, am 26. März.

Anstatt einer Vertagung gab es deshalb am Montagabend erst einmal den Auftrag der Stadt an die Initiative und die Arge Donaumoos, die vor sich hin rostende Sortieranlage des ehemaligen Kieswerks mit einem Zaun zu versehen – mindestens in einem Abstand, welcher der Höhe des Bauwerks entspricht. Die Stadt verzichtet dafür längstens bis zur nächsten Stadtratssitzung gegenüber dem Landratsamt auf die Durchsetzung des Rückbaus der Sortieranlage. Außerdem müssen Nachweise von Haftpflichtversicherungen her – sowohl vom derzeitigen als auch dem möglichen künftigen Besitzer, der Arge Donaumoos. Das Unternehmen Vollmer hatte einen entsprechenden Nachweis am Montag im Rathaus abgegeben, nachdem die Frage nach der Haftung bereits in der nicht öffentlichen Hauptausschuss-Sitzung aufgeworfen worden war. Ein Nachweis von der Versicherung der Arge sei ebenfalls zu bekommen, so Angelika Fischer. „Wir werden die Sicherheitsauflagen der Stadt auf jeden Fall erfüllen“, versprach die Stadträtin. „So sicher, wie wir die Anlage jetzt machen, ist sie in all den Jahren ihres Bestands nicht gewesen.“

Oberbürgermeister Jauernig entgegnete, dass die Frage der Standsicherheit des Objektes bereits seit zwei Jahren angesprochen worden sei. „Passiert ist nichts.“ Es gehe wirklich eine Gefahr von der Anlage aus. Wie berichtet, möchte die Arge Donaumoos mit der Initiative „Landmarke Donaukies“ die Sortieranlage als Erinnerungs- und Informationsstätte über den Kiesabbau im Donaumoos einrichten. Ein zweijähriges Moratorium, während dessen die Initiative Trägerschaft und Finanzierung klären sollte, ist im November abgelaufen, Ende des Jahres wurde das Konzept bei der Stadt eingereicht. (rjk)

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