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Volksbank Günzburg

30.06.2009

Ertragslage 2009 soll sich weiter verbessern

Auf diesen Satz von Volksbank-Vorstand Johann Mayr hoffte die sehr gut besuchte Vertreterversammlung: "Unser Geschäft ist regional geprägt, hoch riskante Anlagen gehören nicht dazu. Aus diesem Grund sind wir von den Auswirkungen der Finanzkrise nicht betroffen."

Aufsichtsratsvorsitzender Walter Thalhofer hatte bei allen Abstimmungen nur Ja-Stimmen zu zählen. Im großen Saal des Günzburger Forums hatten sich aber nicht nur die Volksbank-Vertreter mit Frauen eingefunden. Viele aktive und ehemalige Banker, Vorstände und Aufsichtsräte, Vertreter der Handwerkerschaft, der Bausparkasse Schwäbisch Hall, der R und V Versicherungen, die Bürgermeister aus Krumbach, Ichenhausen, Leipheim und Bubesheim, Stadt- und Gemeinderäte verschiedener Kommunen und Vertreter der Berufsschule Günzburg sowie des Leistungskurses Wirtschaft und Recht des Dossenberger-Gymnasiums wurden von Thalhofer begrüßt.

Im Anschluss an das Abendessen servierte Vorstand Mayr seiner Zuhörerschaft eine schonungslose Analyse der weltweiten Entwicklungen auf den Finanzmärkten und sparte nicht mit Kritik am Geschäftsgebaren der großen Geschäftsbanken. Zur Überwindung der Krise empfiehlt Mayr die Besinnung auf die eigenen, zahlreich vorhandenen Stärken, wie das stabile Fundament der sozialen Marktwirtschaft, die mittelständische Firmenstruktur, gut ausgebildete Arbeitskräfte, die positiven Wirkungen der zwei Konjunkturpakete und den stabilen Konsum der Privathaushalte. Von einer Bank erwarte der Kunde Stabilität und Sicherheit, dafür stehe die Volksbank Günzburg nicht nur in diesen Tagen.

Dies bestätigt auch die Bilanz. 464 Millionen Euro Kundeneinlagen betreute die Volksbank 2008, das sind 3,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Sparer bevorzugen Termineinlagen, die Bilanzposition stieg um 60 Prozent auf 108 Millionen Euro. Um 3,4 Prozent gestiegen ist auch das Volumen der gewährten Kredite auf 284 Millionen Euro.

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Gewerbliche Kunden holten sich vor allem für Rationalisierungs- und Erweiterungs-Investitionen 30 Millionen Euro Kredit, während die Privatkunden Darlehen in Höhe von 20 Millionen Euro für energetische und ökologische Projekte verwendeten. Verbessert hat die Bank mit ihrer Hauptstelle in der Dillinger Straße ihr bilanzielles Eigenkapital auf 21,2 Millionen Euro. Trotz höherer Zinszahlungen an die Sparer erzielte die Volksbank dank Wertpapiererträgen, Immobilienvermittlungen und sinkender Verwaltungskosten einen deutlichen Jahresüberschuss. Auch für 2009 wird eine leicht verbesserte Ertragslage erwartet.

Bergsteigerin zu Gast

Zum Schluss stellte Mayr noch eine "Sozialbilanz" auf. Positionen waren hier die 137 Arbeitsplätze, 4,9 Millionen Euro gezahlte Bruttolöhne, 870 000 Euro Sozialversicherungsbeiträge, 385 000 Euro Steuern, 260 000 Euro Dividende, 82 000 Euro Investitionen und 69 000 Euro Spenden an Vereine und Organisationen. Aus der Welt der Zahlenkolonnen und schwindelerregenden Millionenbeträge entführte die Bergsteigerin und Buchautorin Helga Hengge die Vertreterversammlung in die Bergwelt des Himalajas. Hengge gelang als erste deutsche Bergsteigerin am 27. Mai 1999 die Besteigung des Mount Everest über die schwierige Nordroute.

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