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Leipheim

04.11.2017

Es ist nicht alles schlecht

In Leipheim tagte der Bayerische Beamtenbund.
Bild: Xaver Habermeier (Symbolbild)

Der Beamtenbund beschäftigte sich mit dem Thema Europa. Es gibt viele negative Strömungen. Aber es gab schon schwierigere Zeiten.

Etwa 90 Mitglieder der verschiedensten Verwaltungen aus den Bereichen der Beamtenbund-Kreisausschüsse Neu-Ulm, Günzburg, Dillingen, Memmingen und Unterallgäu haben sich in Leipheim zum zwölfen Oktoberfest des Bayerischen Beamtenbundes (BBB) getroffen und dabei über die Frage „Europa, quo vadis?“ diskutiert.

Zu der Podiumsdiskussion mit dem Landtagsabgeordneten Alfred Sauter, Rechtsanwalt Othmar Hagen und dem Geschäftsführer der Günzburger Steigtechnik, Ferdinand Munk, hatten die Kreisausschussvorsitzenden Annette Kleer-Flaak (Neu-Ulm), Christoph Mayer (Dillingen), Ludwig Käfer (Unterallgäu) und Gastgeber Gerhard Skrebbas (Günzburg) eingeladen.

Separatismus-Bestrebungen in mehreren Mitgliedsländern, finanzschwache Staaten und antidemokratische Entwicklungen wie in Polen und Ungarn nannte Moderator Skrebbas als Einstieg in die Diskussion.

Vor zu viel Pessimismus warnte Alfred Sauter. Bei aller Kritik müsse man sich auch an die Zeiten erinnern, in denen die europäische Trennung in Ost und West mit einem Eisernen Vorhang, zeitweise Kaltem Krieg und Sozialismus mit seiner Mangelwirtschaft das Leben vieler Menschen bestimmte, sagte er. Othmar Hagen stellte den Teilnehmern den juristischen Aufbau der Europäischen Union dar, beanstandete dabei aber, dass alles viel zu anonym sei und der direkte Zugriff des Wählers auf die europäischen Staatsorgane nahezu gänzlich fehle.

Ferdinand Munk bemängelte eine ungleiche Umsetzung der EU-Beschlüsse in den einzelnen Ländern und forderte mehr Gehör für Deutschland in Brüssel. Der Wohlstand in Deutschland basiere auf einem gut funktionierenden Mittelstand und dessen Steuerzahlungen, sagte er.

Während ein Diskussionsteilnehmer beim BBB-Oktoberfest diesen Wohlstand darauf zurückführte, dass man in Deutschland im Gegensatz zu anderen Ländern bis zum 67. Lebensjahr arbeite, ärgerte sich ein anderer Besucher über den „Wanderzirkus“ des Europa-Parlamentes zwischen Brüssel und Straßburg, der Unsummen Steuergelder verschlinge. Einigkeit herrschte bei der Veranstaltung in der Annahme, dass Terrorismus und Spionage die großen Feinde der Wirtschaft und damit einer gesunden Entwicklung Europas seien. zg

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