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Finanzen

20.09.2018

Es steckt mehr drin als gedacht

Das Haushaltsergebnis der Stadt Günzburg für das Jahr 2017 ist deutlich besser ausgefallen, als Verwaltung und Ratsmitglieder bei der Aufstellung im vergangenen Jahr befürchtet haben. <b>Foto: Rebekka Jakob</b>
Bild: Rebekka Jakob

Der Haushalt 2017 der Stadt Günzburg ist deutlich positiver ausgefallen als bei der Aufstellung im vergangenen Jahr befürchtet. Woran liegt das?

Günzburg Manchmal sind die Dinge gar nicht so, wie man sich’s vorgestellt hat. Sondern besser. Das gilt nicht nur in einem Song des Duos Rosenstolz, sondern auch für die Günzburger Finanzen des Jahres 2017. Nicht ohne Stolz legte Kämmerin Heidi Henseler den Günzburger Stadträten deshalb diese Woche die Jahresrechnung für das vergangene Jahr vor.

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Insgesamt liegt der Verwaltungshaushalt des Jahres 2017 in Einnahmen und Ausgaben bei 40,3 Millionen Euro. Der Vermögenshaushalt schließt mit 9,6 Millionen Euro. Eigentlich war im vergangenen Jahr nur geplant, 424 000 Euro als Überschuss in den Vermögenshaushalt, also auf die Haben-Seite zu buchen – das Minimum, das die Stadt erreichen musste. Am Ende wurden es sogar rund vier Millionen, die übrig geblieben sind. Heidi Henseler nannte die Ursachen dafür: „Allein bei der Gewerbesteuer haben wir 1,2 Millionen Euro mehr eingenommen als vorgesehen, bei der Einkommenssteuer waren es 570 000 Euro mehr.“ Auch bei den Zuweisungen vom Land und weiteren Finanzeinnahmen bekam die Stadt mehr als gedacht.

Gleichzeitig gab Günzburg im Jahr 2017 auch weniger aus als geplant – beim Personal fielen weniger Kosten an, da Stellen länger als gedacht unbesetzt waren, außerdem fielen Verwaltungs- und Betriebsaufwand, Zuweisungen und Zuschüsse geringer aus.

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Der Haushalt 2017 hatte Mittel für den Grunderwerb vorgesehen – diese hat die Stadt jedoch nicht komplett ausgeschöpft. Mehr als 3,6 Millionen Euro sollten eigentlich aus den Rücklagen entnommen werden – stattdessen hatte die Stadt am Ende 124 000 Euro übrig, die sie auf die hohe Kante legen konnte. Allerdings wies Heidi Henseler darauf hin, dass die nicht in Anspruch genommenen Mittel für Grundstückskäufe ja bereits im Haushalt des laufenden Jahres neu veranschlagt werden mussten.

7,5 Millionen Euro hat Günzburg aktuell auf dem Sparkonto liegen, dem gegenüber stehen Schulden von 5,8 Millionen Euro. Dabei wird es aber nicht bleiben, kündigte die Kämmerin an. „Der Schuldenstand wird bis zum Jahresende noch deutlich erhöhen.“

Gut ist die finanzielle Situation auch bei der Armenstiftung der Stadt – durch Mehreinnahmen bei den Holzverkäufen und Spenden und weil weniger Ausgaben für soziale Leistungen abgerufen wurden, landeten 2755 Euro im Vermögenshaushalt. SPD-Stadtrat Siegfried Ranz riet dazu, die mögliche Unterstützung durch die Armenstiftung bekannter zu machen. „Es ist zwar erfreulich, wenn eine Stiftung ein gesundes finanzielles Polster hat. Aber man muss sich fragen, warum das Angebot nur in einem relativ kleinen Maße angenommen wird.“

Die Stadtverwaltung nahm die Anregung auf, über die Kindertagesstätten und den Familienstützpunkt das Angebot bei Familien publik zu machen, die es brauchen können.

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