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Baugebiet

25.02.2015

Es wird angebaut

In Ichenhausen entstehen zehn Parzellen „An der schwarzen Muttergottes“

Ausverkauft! Die Stadt Ichenhausen hat in der Kernstadt keine Wohnbauflächen mehr zu bieten. Abhilfe schaffen sollen zehn Parzellen im Osten des Wohngebietes „An der Schwarzen Muttergottes II“. Für das knapp 8800 Quadratmeter umfassende Areal, das seit 2004 im Besitz der Stadt ist, wird jetzt ein Bebauungsplan aufgestellt. Er trägt den Namen „An der Schwarzen Muttergottes III“. Außerdem hofft die Stadt, dass künftig vermehrt innerörtliche Baulücken genutzt werden. Der CSU-Antrag, ein Baulückenkataster zu schaffen, fand einhellig Zustimmung.

Auch im Flächennutzungsplan sind schon die Weichen für das allgemeine Wohngebiet gestellt, das die Stadt in Zusammenarbeit mit Bayerngrund erschließen will. Der dafür notwendige städtebauliche Vertrag ist unterschrieben. Einfamilien- und Doppelhäuser mit jeweils maximal zwei Wohneinheiten sollen auf den zehn Bauplätzen im Gebiet „An der Schwarzen Muttergottes III“ entstehen, sie dürfen zwei Vollgeschosse haben. Bei den Dachformen will die Stadt den Bauherren möglichst viel Freiheit lassen, lediglich Tonnen-, Flach- und Krüppelwalmdächer soll der Bebauungsplan nicht erlauben. Der Vorentwurf des Krumbacher Büros Kling Consult sieht außerdem vor, dass Niederschlagswasser auf den privaten Grundstücken breitflächig versickert werden muss und dass Flächenbefestigungen auf Privatflächen wasserdurchlässig sein müssen.

Mauern und Sockelmauern zur öffentlichen Straße hin sind verboten. Die maximale Grundflächenzahl soll bei 0,35 liegen, die Geschossflächenzahl bei höchstens 0,7. Als maximale Firsthöhe gibt der Vorentwurf des Bebauungsplanes zwölf Meter vor.

Parallel zur Schaffung des Neubaugebiets am südöstlichen Stadtrand will die Kommune auf Antrag der CSU-Stadtratsfraktion aber auch ein Verzeichnis von Baulücken schaffen, egal, ob die Baulücken und Bauplätze in privater oder öffentlicher Hand sind. „So mancher Private möchte seinen Bauplatz auch verkaufen, scheut aber die Initiative zu ergreifen“, schreibt der CSU-Fraktionsvorsitzende Ottmar Sauter im Antrag. Städtische Bauplätze sollen in dem Verzeichnis ebenso enthalten sein wie private Flächen, die verkauft und bebaut werden können.

Die Stadtverwaltung werde zwar nicht offensiv auf einzelne Grundstücksbesitzer zugehen, sagte Bürgermeister Robert Strobel, die Verwaltung sei aber gern bereit, entsprechende Meldungen von privater Seite zusätzlich zu den städtischen Flächen in ein Kataster aufzunehmen und diese Informationen als Excel-Datei kostenlos an Interessierte zu geben. Ebenso wie die CSU-Fraktion hofft Strobel, dass so die ein oder andere innerörtliche Baulücke geschlossen, und der Landverbrauch durch Neubaugebiete an den Ortsrändern zumindest in bescheidenem Umfang reduziert werden kann. (ilor)

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