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Ettlishofen

05.11.2017

Ettlishofer sind „harte Hunde“

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4 Bilder
Noch mehr Wasser: Pater Josef spendet Rössern und Reitern gut beschirmt den Leonhardisegen.
Bild: Bernhard Weizenegger

Reiter und Besucher trotzen am Sonntag dem miesen Wetter und zeigen beim Leonhardiritt großen Zusammenhalt im Dorf.

Es regnet und regnet und regnet. Aber den Ritt ausfallen lassen? „Auf keinen Fall“, sagt Organisator Hubert Wolf. 22 Gruppen und neun Kutschen zeigen sich hart gesotten und wollen am Umritt mit Pferdesegnung dabei sein.

„Bei gutem Wetter kann ja jeder fahren“, sagt Centa Häußler aus Unterwiesenbach – und so kommen viele treue Teilnehmer ins Bibertal, wo der Umritt seit gut 25 Jahren Tradition ist. So lange fährt auch schon der 82-jährige Stefan Keller aus Biberberg mit seinem Zweispänner mit. „Aber der Junge isch au dabei und mei Enkele“, sagt der rüstige Kutscher, der zwar den heiligen Leonhard, nicht aber seine Modell-Kapelle auf dem Wagen hat.

Prominente Gäste und großes Engagement

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Heilfroh über das Verdeck ist Bürgermeister Oliver Preußner, der mit den beiden prominenten Gästen Landrat Hubert Hafner und Landtagsabgeordnetem Alfred Sauter durchs Dorf fahren darf. Preußner dankt nach der Ansprache und dem Gebet von Pater Josef allen Aktiven, dass sie in „unruhigen Zeiten“ an der Tradition festhalten und Brauchtum lebendig machen. Das ganze Dorf scheint auf den Beinen zu sein: Frauen bieten im Feuerwehrhaus frisch gebackene Kuchen an, Vereine haben Stände mit Essen und Getränken aufgebaut. Das schlechte Wetter bringt zwar keine großen Umsätze für die Dorfgemeinschaft, aber die aktiven Bürger zeigen, was mit Zusammenhalt und Engagement auch in einer kleinen Gemeinde Großes möglich ist.

Viele Fotos vom Umzug finden Sie hier.

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