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Kreis Günzburg

27.05.2015

Eurovision Song Contest: Burgauerin ist dem Sieger ganz nah

Måns Zelmerlöw feiert seinen ESC-Sieg in Wien.
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Måns Zelmerlöw feiert seinen ESC-Sieg in Wien.
Bild: Helmut Fohringer/epa/dpa

Eine junge Frau aus der Stadt im Kreis Günzburg war Teil des großen ESC-Spektakels in Wien. Sie hat einiges erlebt. Und einiges zu erzählen.

Und natürlich hat sie ihn gekriegt, den Sieger – allerdings nur für ein Foto: Måns Zelmerlöw, Gewinner des diesjährigen Eurovision Song Contest (ESC) posierte gerne mit der hübschen Burgauerin Konstantina Biegelmayr. Dabei war das aber gar nicht ihr Star des Abends – und auch gar nicht der Grund, warum sie den Großteil der vergangenen Woche in Wien verbracht hatte, wo der Sangeswettkampf über die gewohnt gigantische Bühne ging. Sie war ebenfalls ein Teil der Gesamtinszenierung, wenn auch nicht auf der Bühne, sondern davor und dahinter. Vielleicht klappt es ja doch mal, dass Konstantina Biegelmayr ein wenig mehr ins Rampenlicht rückt, denn die beruflichen Voraussetzungen bringt die 25 Jahre alte Frau durchaus mit.

So sehen Sieger aus, wenn sie sich mit einer jungen Frau aus Burgau fotografieren lassen: Måns Zelmerlöw mit Konstantina Biegelmayr.
Bild: Privat/Bigelmayr

Sie würde sich nicht direkt im Zentrum der Schinwerferkegel bewegen, sondern eher daneben, denn sie ist Tänzerin und betreibt in Burgau eine eigene Tanzschule. Das zierende Beiwerk für die singenden Stars ist mittlerweile unerlässlich geworden für die Gesamtshow, manche Länder schicken ihre Ensembles in gefühlter Kompaniestärke auf die Rampe. Und genau dorthin möchte eben auch Konstantina. Die Chancen stehen nicht schlecht, denn sie hat in dem Metier bereits einige Erfahrungen. 2005 lernte sie den griechischen Star Helena Paparizou kennen und freundete sich mit ihm an. Seither wird sie von der Sängerin regelmäßig für Tourneen als Hintergrundtänzerin gebucht, tritt vor tausenden Menschen auf.

Schweden gewinnt einmal mehr. Deutschland wird mit mit null Punkten Letzter. Die besten Bilder vom ESC-Finale 2015 in Wien...
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Die besten Bilder vom Eurovision Song Contest in Wien
Bild: Julian Stratenschulte, dpa

Burgauerin beim ESC 2105-Finale hautnah dabei

So kam es auch, dass die Burgauerin beim diesjährigen ESC-Finale in Wien ziemlich hautnah mit dabei war: Sie gehörte der griechischen Delegation an, was ihr landsmannschaftlich sozusagen mit in die Wiege gelegt wurde, denn die Mutter ist Griechin. Was sie von Mittwoch bis Sonntag da so getrieben hat? „Ich war auf Partys.“ Das hört sich jetzt vielleicht spaßiger an, als es streckenweise war, denn 19 Stunden Einsatz täglich können selbst trainierten Körpern ein wenig die Spritzigkeit rauben.

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So, wie Konstantina Biegelmayr es erzählt, gehörte sie zur Tanztruppe des griechischen Wettbewerbsbeitrags, der Sängerin Maria-Elena Kirjakou. Die brauchte zwar auf der Bühne nur ein einsames Piano, doch das reichte bei den zahlreichen Auftritten, die sich um das Hauptereignis am Samstagabend ranken, natürlich nicht. Mit den zahlreichen Promo-Shows im Rahmenprogramm, das sich über mehrere Tage hinzieht, wollen die einzelnen Länder vor Musikern, Medien und sonstigen Wichtigen ein wenig die Werbetrommel für ihren Wettbewerbsbeitrag rühren.

Und da muss natürlich etwas fürs Auge dabei sein, deshalb die Hintergrundtänzer. Das war für die Burgauerin schon mal ein riesiges Erlebnis in der unwirklichen Glitzerwelt namens Eurovision Song Contest, in der ein guter Auftritt mehr zählt als ein gutes Lied. Für Konstantina Biegelmayr, deren Eltern ein Malergeschäft betreiben, war das nicht ganz neu. Sie gehörte bereits 2011 beim ESC in Düsseldorf der Griechen-Delegation an.

Conchita Wurst war der eigentliche Star

Für sich persönlich nimmt sie nicht nur das große Wow-Erlebnis der Show mit, die sie in der ersten Reihe mitverfolgen konnte, sondern auch etliche Ideen für ihre eigene Schule: „Das kann ich dann an meine Tanzkinder weitergeben.“ Einige Anregungen aus dem Spektakel-Universum des ESC will sie in ihrer eigenen Schau umsetzen, die sie im Juli plant.

Aber zurück nach Wien: Der eigentliche Star des Abends war für Konstantina Biegelmayr nicht der siegreiche Schwede, sondern Conchita Wurst, die „nur“ die Show moderierte – aber wie: „Die Halle hat gebebt, als sie gekommen ist.“

Vielleicht klappt es ja auch mal, dass die junge Tänzerin aus Burgau nicht nur dabei ist, sondern mittendrin - und zwar auf der Bühne: „Das wäre mein großer Traum.“

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