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Günzburg

24.11.2017

Eva Flemisch übernimmt die Führung bei Wirtschaftsvereinigung

Die Wirtschaftsvereinigung Günzburg hat eine in Teilen neue Führungsmannschaft. Zur Vorsitzenden wurde Eva Flemisch (vorne rechts) gewählt. Sie ist Nachfolgerin von Peter Schleifer (links neben ihr), der nicht mehr kandidiert hatte. Stellvertreter ist weiter Hermann Hutter (links neben Schleifer). Das Foto zeigt die restlichen Mitglieder des Vorstandes.
Bild: Kaiser

Wen der scheidende Vorsitzende Peter Schleifer in seinem letzten Bericht besonders lobte. Und was die neue Vorsitzende vor hat.

Peter Schleifer, der bisherige Vorsitzende der Wirtschaftsvereinigung Günzburg, drückte es vornehm aus: „Wir haben viele, viele Mitglieder, aber nicht alle sind da“. Gut 20 waren am Mittwochabend in den Saal der Sparkasse gekommen, um bei der Mitgliederversammlung einen neuen Vorstand zu wählen. Zur Nachfolgerin von Schleifer, der nicht mehr für den Vorsitz kandidiert hatte, wurde Eva Flemisch gewählt. Vieles sei in den vergangenen Jahren in Günzburg erreicht worden, manches stehe weiter auf der Tagesordnung, erklärte Schleifer in seinem letzten Rechenschaftsbericht. Besonderes Lob erfuhr Oberbürgermeister Gerhard Jauernig, der in seiner Ansprache die Blumen zurückgab.

Es ist noch keine 20 Jahre her, da war das Verhältnis zwischen der Wirtschaftsvereinigung und der seinerzeit noch eigenständigen Werbegemeinschaft auf der einen und der Stadtverwaltung auf der anderen Seite eher frostig zu nennen. Das habe sich, so Schleifer, vor allem dank Oberbürgermeister Jauernig in erfreulicher Weise geändert. Aufgrund des sachlichen Umgangs der Zuständigen miteinander sei es gelungen, aus einem „Klima des Misstrauens“ ein „Verhältnis des Vertrauens“ zu machen, betonte auch Jauernig. Viele Forderungen der Wirtschaftsvereinigung seien in den vergangenen Jahren zusammen mit Stadtverwaltung und Stadtrat umgesetzt worden. Beispielhaft nannte Schleifer das Einzelhandelskonzept, die Bestellung einer City-Managerin, das Stadtmarketing, die Stärkung der Innenstadt oder die Ausweisung weiterer Gewerbegebiete. Der scheidende Vorsitzende: „Wir haben einen erheblichen Teil des Weges geschafft“. Nicht zuletzt deshalb stehe Günzburg besser da als viele vergleichbare Städte.

Es gebe aber noch einiges zu tun. Etwa eine bessere Verkehrsplanung und die weitere Entlastung der Ulmer Straße vom Schwerlastverkehr. Auch müssten Lösungen gesucht werden, um die zum Teil „kriminelle Raserei“ in der Unterstadt abzustellen. In einer kurzen Antrittsrede nannte Eva Flemisch weitere Themen: die fortschreitende Digitalisierung und den Fachkräftemangel. Die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum sei sehr wichtig, dabei dürften aber weitere Gewerbegebiete von der Stadt nicht vergessen werden.

Nach Angaben des bisherigen Kassiers Stefan Bosch standen 2016 Einnahmen in Höhe von 7150 Euro Ausgaben von 17 600 Euro gegenüber. Die Mehrausgaben resultierten vor allem aus der Förderung der Cityinitiative. In den Rücklagen hat die Wirtschaftsvereinigung noch knapp 69 000 Euro.

Wie bei der Bürgerversammlung am vorigen Samstag (wir berichteten) listete Oberbürgermeister Jauernig die zahlreichen Fortschritte in der Stadt auf. Ein brennendes Problem sei der Wohnungsbau mit sozial verträglichen Mieten. Immerhin seien am Auweg 250 bis 300 neue Wohnungen möglich, auch an anderen Stellen der Stadt entstehe neuer Wohnraum. An die Geschäftsleute richtete Jauernig den Appell, die Cityinitiative finanziell zu unterstützen. Es gelte noch immer die Zusage der Stadt, für jeden Euro aus der Geschäftswelt einen Euro draufzulegen. Der OB: „Einen besseren und kostengünstigeren Werbeeffekt gibt es nicht“. Zum 1. Januar 2018 werden Günzburg und Leipheim ein gemeinsames Oberzentrum. Mit dann zusammen 28 000 Einwohnern bestehe die Chance, weitere Bildungs- oder Gesundheitseinrichtungen an Land zu ziehen, zudem könnten mehr staatliche Fördergelder fließen.

Nach den aktuellen Zahlen der Stadtverwaltung hat Günzburg inzwischen mehr als 20 400 Einwohner. Das bedeutet unter anderem, dass bei der Kommunalwahl 2020 der Stadtrat von 24 auf 30 Sitze aufgestockt wird. Jauernig: „Bei gleichbleibender Besoldung des Oberbürgermeisters“.

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