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Soziales

23.05.2014

Familienhebammen sollen frühe Hilfe bieten

Marika Schneider ist jetzt zertifiziert. Der Landkreis will weitere Kräfte gewinnen und dieses Angebot ausbauen

Den Glückwunsch zur erfolgreich absolvierten Weiterbildung zur zertifizierten Familienhebamme durfte Marika Schneider als erste Hebamme im Landkreis von Landrat Hubert Hafner und Geschäftsbereichsleiter Richard Wiedemann entgegennehmen.

Um den bayernweiten Mangel an spezifisch ausgebildeten Familienhebammen zu beheben und zugleich eine Intensivierung der Zusammenarbeit von Gesundheitshilfe und der Kinder- und Jugendhilfe zu unterstützen, wurde vom bayerischen Sozialministerium in Kooperation mit dem bayerischen Landesjugendamt die „Bundesinitiative Frühe Hilfen“ initiiert. Dieses Programm sieht neben der Förderung des Aufbaus lokaler Netzwerke im Bereich der frühen Kindheit auch die Finanzierung einer Ausbildung zur Familienhebamme oder zur Familiengesundheitspflegerin vor.

„Der Schutz von Kindern ist und bleibt im Landkreis Günzburg eine kontinuierliche Aufgabe mit höchster Priorität“, heißt es in einer Pressemitteilung des Landratsamts. Durch die Installierung der Koordinierenden Kinderschutzstelle (KoKi) im Juli 2009 sei ein weiterer Baustein zur Prävention von Entwicklungsrisiken geschaffen worden. Werdende Eltern oder Eltern mit Kindern bis zum 3. Lebensjahr stehen im Blickpunkt der Fachstelle. Sie ist eine Anlauf- und Beratungsstelle und informiert über Angebote für Eltern und Kinder wie zum Beispiel Elternkurse, Mutter-Kind-Gruppen, Elterntreffs.

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Die Koordinierende Kinderschutzstelle betreut seit Juli 2009 zahlreiche Familien. Eltern und Kinder sollen frühzeitig durch Beratung und Hilfen unterstützt werden, mit den vielfältigen Aufgaben und möglichen Belastungen, die sich bei der Erziehung von Kindern ergeben, zurechtzukommen. Da die Übergänge zwischen Normalität und gefährdender Entwicklung oft fließend sind, ist es notwendig, verschiedene Hilfeformen anzubieten. Neben der entwicklungspsychologischen Beratung wird eine Familienhilfe oder auch die Unterstützung durch eine Familienhebamme vermittelt.

Ziel ist es, weitere Hebammen und Kinderkrankenschwestern dafür zu gewinnen, die Ausbildung zu absolvieren. So könnten künftig im Landkreis Familienhebammen und Familiengesundheitspfleger flächendeckend zum Einsatz kommen. Interessierte Fachkräfte können sich bei der Kinderschutzstelle um die Ausbildung bewerben. (zg)

gibt es unter Telefon 08221/95866.

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