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Freihalden

18.05.2019

Faschingsfreunde: „Wir halten die Faschingstradition am Leben“

So sah es damals aus: Das Archivfoto zeigt den Vorstand der Faschingsfreunde Freihalden im Jahr 1991. Die Leidenschaft für die närrische Zeit hat hier bis heute überdauert.
Bild: Archiv Faschingsfreunde Freihalden

Die Faschingsfreunde Freihalden werden 33 Jahre alt. Was sie ausmacht und wieso es Nachwuchsprobleme gibt - und wie sie jetzt das Jubiläum feiern.

Freihalden Der Freihalder Faschingsverein feiert sein 33-jähriges Bestehen. Zum Jubiläum blickt der Vereinsvorsitzende Sascha Kummer auf die Ursprungsjahre zurück. Begonnen hatte der Verein mit Freunden, die eine Leidenschaft für den Fasching teilten. Damals war Kummer gerade mal drei Jahre alt. „Ich bin zufrieden mit unserer Entwicklung seit damals. Da unser Grundkonzept gleichgeblieben ist, hat sich wenig verändert.“ Unter den circa 300 Mitgliedern gibt es sogar noch Pioniere der ersten Stunden: Der Kassierer, der erst vor Kurzem abdankte, ist seit 30 Jahren dabei.

„Wir wollen die Tradition des Faschings am Leben erhalten“, schildert Kummer die Ziele des Vereins. Fasching bedeute nicht nur Alkohol trinken und feiern. Deswegen ist der Verein vor allem am Rosenmontag und mit der Männerballettgruppe engagiert. Auch der Faschingswagen sei ein wichtiger Teil. „Dieses Jahr haben wir es leider nicht geschafft, einen Wagen auf die Beine zu stellen.“ Es fehlte an Freiwilligen und Fahrern, die das Projekt stemmen konnten.

Der Verein hat mit dem Nachwuchsmangel zu kämpfen

Auch an diesem Beispiel wird klar, dass der Verein mit dem Nachwuchsmangel zu kämpfen hat. „Wir müssen immer mehr Werbung machen, leider mit immer weniger Erfolg“, gesteht Kummer. Für ihn sei die riesige Angebotsvielfalt in Sachen Freizeitaktivitäten eine der Hauptursachen: „Viele haben heutzutage mit Fasching nichts mehr am Hut.“ Die meisten Mitglieder kämen durch die Familie in den Verein. Dass es an Zuwachs fehlt, wird auch bei der diesjährigen Jubiläumsfeier deutlich. „Im Vergleich zu unseren letzten Jubiläen fallen die Festlichkeiten eher klein aus.“

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Besorgt ist Sascha Kummer deswegen aber nicht: „Bei uns gab es immer ein Auf und Ab, was die Mitglieder angeht.“ Die Nachwuchsschwierigkeiten seien vielmehr eine gesellschaftliche Entwicklung. „Ich sehe selber, wie viele Vereine damit zu kämpfen haben.“ Auch die örtliche Feuerwehr, in der Kummer aktiv ist, sei davon betroffen. Durch Aktionen wie den Kinderball erhofft er sich mehr Interesse für den Verein seitens junger Menschen.

Sie gehen zuversichtlich in die Zukunft

Für die Zukunft bleibt Kummer trotz allem zuversichtlich: „Wir wollen im nächsten Jahr endlich wieder einen Faschingswagen haben.“ Obwohl der Verein verhältnismäßig klein sei, gebe es immer motivierte Faschingsliebhaber.

Jubiläumsfest Die Feierlichkeiten beginnen an diesem Samstagabend um 19 Uhr im Sportheim Freihalden. Nach dem Tanzabend folgt am Sonntagmorgen ein Festgottesdienst mit anschließendem Mittagstisch, Kaffe und Kuchen und einem Rahmenprogramm. An der Veranstaltung kann jeder teilnehmen.

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