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Kreis Günzburg

20.06.2017

Feuer richtet Millionenschaden auf Bauernhof an

Im Bibertaler Ortsteil Anhofen hat ein landwirtschaftliches Anwesen gebrannt.
Bild: Christian Kirstges

Ein landwirtschaftliches Anwesen im Bibertaler Ortsteil Anhofen (Landkreis Günzburg) hat gebrannt. Die Bewohner wurden gerettet. Der Sachschaden ist wohl enorm.

Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei sind am Dienstagmittag bei einem Großbrand im Bibertaler Ortsteil Anhofen im Einsatz gewesen. Gegen 12.45 Uhr ist ein landwirtschaftliches Anwesen in Brand geraten. Trotz des Großaufgebots gelang es nach Angaben der Polizei nicht, das Feuer im Bereich von drei Hallen einzudämmen. Ein Übergreifen auf das benachbarte Wohngebäude und auch die unmittelbar angrenzende Biogasanlage konnte zwar verhindert werden, dennoch wurden die Hallen komplett zerstört.

Schaden von mindestens fünf Millionen

Die Feuerwehr konnte die Bewohner in Sicherheit bringen. Eine 47-jährige Frau erlitt leichte Verbrennungen und musste ärztlich behandelt werden. Nach ersten Schätzungen dürfte ein Gesamtschaden von mindestens fünf Millionen Euro entstanden sein. In den Hallen waren landwirtschaftliche Maschinen und Stroh gelagert, ferner befand sich eine Photovoltaikanlage auf dem Dach der Gebäude.

Aufgrund der starken Rauchentwicklung und einer möglichen Explosionsgefahr der angrenzenden Biogasanlage wurden Anwohner in Anhofen und den angrenzenden Gemeinden Rieden, Oxenbronn und Autenried mit Durchsagen der Polizei und Warnmeldungen im Radio aufgefordert, Türen und Fenster geschlossen zu halten. Auch sollten sie den Brandort weiträumig umfahren. Die Warnmeldung wurde um 14.45 Uhr aufgehoben. Eine Gefahr für die Bevölkerung habe nicht bestanden.

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Unter anderem waren knapp 140 Einsatzkräfte der umliegenden Feuerwehren, 30 des Rettungsdienstes, 25 der Polizei, zwei Mitglieder des Kriseninterventiondienstes, ein Polizeihubschrauber, das Technische Hilfswerk und die Lechwerke im Einsatz. Die Kriminalpolizei Neu-Ulm hat die Ermittlungen aufgenommen, noch ist die Brandursache unbekannt.

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Feuer in Anhofen zerstört landwirtschaftliche Hallen
Bild: Christian Kirstges

Platzverweise gegen Schaulustige

Wie Günzburgs Polizeichef Stefan Müller sagte, mussten die Beamten zahlreiche Platzverweise erteilen, da Schaulustige direkt an den Zufahrtsstraßen parkten und im Einsatzgebiet standen. Direkt behindert worden seien die Kräfte aber nicht.

Ein Problem stellte auch die Hitze für die Feuerwehr und anderen Helfer dar, die Versorgung mit Getränken und Essen habe aber gut funktioniert, betont Kreisbrandrat Robert Spiller. Landwirte halfen dabei, Wasser zu bringen. Außerdem wurden Leitungen von einem Hydranten und einer Zisterne gelegt. Anfangs waren Feuerwehrfahrzeuge im Pendelverkehr unterwegs, um Wasser zu bringen. Die Löscharbeiten werden wohl bis zum Mittwoch andauern, eine Brandwache wird weiter nötig sein. mit zg

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