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Landkreis Günzburg

25.01.2021

Feuerwehr Behlingen-Ried muss auf das neue Löschfahrzeug noch warten

Die Feuerwehr Behlingen-Ried (hier das Feuerwehrhaus) muss sich wegen des neuen Löschfahrzeugs noch gedulden.
Foto: Bernhard Weizenegger (Archivfoto)

Plus Der Kammeltaler Gemeinderat hat beschlossen, die Anschaffung für die Ortsteilfeuerwehr Behlingen-Ried wegen der hohen Kosten auf das kommende Jahr zu verschieben.

Wenn es um die Ausstattung von Feuerwehren geht, wird’s meistens kostspielig. Weil es sich um eine Pflichtaufgabe der Gemeinden handelt, müssen sie in der Regel tief in die Tasche greifen. So steht bei der Ortsteilwehr Behlingen-Ried im Kammeltal die Anschaffung eines neuen Löschfahrzeugs ins Haus. Wegen der hohen Investitionssumme wird es erst im nächsten Jahr kommen, hat der Gemeinderat entschieden.

Das bisherige Löschfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Behlingen-Ried muss sowohl technisch als auch einsatztaktisch durch ein neues Fahrzeug im Rahmen des gemeindlichen Gesamtkonzeptes ersetzt werden, heißt es in der Sitzungsvorlage. Ein entsprechender Zuschussantrag wurde bereits 2019 von der Verwaltung bei der Regierung von Schwaben gestellt. Im Januar vergangenen Jahres bekam das Rathaus einen Förderbescheid über 73.500 Euro.

Förderzusage läuft diesen Herbst aus

Dieser Betrag wird allerdings die Anschaffungskosten für das geplante Löschfahrzeug nur zu einem geringen Teil decken. Die Beschaffung war eigentlich schon für 2020 vorgesehen, musste jedoch aus haushaltstechnischen Gründen, weil es finanziell nicht gerade optimal aussah, zurückgestellt werden. Die Förderzusage gilt aber nur bis Ende Oktober 2021, also müssen jetzt Nägel mit Köpfen gemacht werden.

Die Kommune mit Bürgermeister Thorsten Wick hat bei der Wehr Behlingen-Ried darauf hingewirkt, dass künftig bei Neuanschaffungen von Einsatzfahrzeugen die einzelnen Ortsteilwehren neben den Grundschutzaufgaben, wie Brandschutz und Technische Hilfeleistung, jeweils eigene Aufgabenschwerpunkte für das gesamte Kammeltal übernehmen. Inzwischen liegt ein Leistungsverzeichnis für die Ausstattung des kleinsten Einsatzfahrzeugs für Feuerwehren vor. Die Investition für ein derart ausgerüstetes Löschfahrzeug liegt zwischen 370000 und 420000 Euro. Die vorgeschriebene europaweite Vergabe wird nun in drei Losen erfolgen, beschloss der Gemeinderat einstimmig.

Milchviehstall soll 100 Kühen Platz bieten

Im Kammeltaler Ortsteil Ried nahe der Straße Hinter den Gärten soll ein neuer Milchviehstall mit Güllegrube für 100 Kühe entstehen. Der Flächennutzungsplan der Gemeinde sieht dort allerdings ein Gewerbegebiet vor. Einer auf diesem Areal angesiedelten Fahrsiloanlage eines ortsansässigen landwirtschaftlichen Betriebes hat die Gemeinde schon 2005 Bestandsschutz zugesichert.

Der Kammeltaler Gemeinderat befasste sich auch mit dem Bau eines Milchviehstalls, der im Ortsteil Ried (das Gelände ist auf dem Foto abgebildet) entstehen soll.
Foto: Wolfgang Kahler

Ein Milchviehstall auf diesem Grundstück könnte jedoch zu Problemen mit einer Ausweitung des Gewerbegebietes und einer weiter südlich beginnenden Wohnsiedlung führen, hieß es bereits damals in einer Beurteilung des Gemeinderats. Das damalige Amt für Landwirtschaft Krumbach–Weißenhorn hatte seinerzeit bei einem Ortstermin eine Verlagerung des Projekts nach Osten als sinnvoll eingestuft.

Jetzt gab der Gemeinderat der Bauvoranfrage für den Milchviehstall grünes Licht, jedoch vorbehaltlich einer immissionsschutzrechtlichen Prüfung durch das Günzburger Landratsamt.

Ablehnung Dagegen ist das Gremium wegen nach wie vor bestehender Detailfragen in Sachen Stellplätze nicht einverstanden mit einer erneuten Anfrage für ein Projekt im Ortsteil Wettenhausen. Dort soll ein Wohnhaus saniert und ein Stadel in ein weiteres Wohngebäude umgebaut werden.

Friedhof Die Frage, wie es mit der Nutzung von elf Gräbern auf dem alten Friedhof im Ortsteil Wettenhausen weitergeht, bleibt vorerst offen. Zunächst soll mit den Nutzungsberechtigten abgeklärt werden, ob von ihnen eine Verlängerung der Grabstellen, die Mitte dieses Jahres ablaufen würden, gewünscht wird.

Spenden Die Gemeinde Kammeltal hat im vergangenen Jahr fast 4000 Euro an Spenden von Privatpersonen, Unternehmen und Banken erhalten. Dieses gespendete Geld ist bereits investiert. Es ist unter anderem für die Anschaffung von 50 Warnwesten für den Kindergarten Ettenbeuren, einen Krippenwagen, ein Klettergerüst und einen Aromadiffuser für den Kindergarten Wettenhausen verwendet worden.

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