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Leipheim

24.07.2020

Fotovoltaik-Anlage in Riedheim kann kommen

Auf der Flur rechts des Bildeichwegs, der Riedheim mit Leipheim verbindet, soll eine Freiflächen-Fotovoltaikanlage entstehen. Freier Himmel und viel Sonne sind auf jeden Fall vorhanden.
Bild: Sandra Kraus

Plus Der Leipheimer Stadtrat stimmt mit knapper Mehrheit für die 1,8 Hektar große Freiflächen-Anlage. Warum das Projekt auch kritisch gesehen wird.

Die Stadtratssitzung in Leipheim hatte noch gar nicht recht begonnen, da machte Stadtrat Ralf Leibing (UWG) seinem Ärger Luft. „Wir haben doch beschlossen, dass Bauanträge und Bauvoranfragen im Bauausschuss vorberaten werden. Jetzt stehen im öffentlichen und im nicht-öffentlichen Teil der Stadtratssitzung wieder Bauanträge auf der Tagesordnung“, sagte Leibing, kündigte eine Begründung im nicht-öffentlichen Sitzungsteil an und beantragte die beiden Bauthemen von der Tagesordnung zu nehmen.

Ein Patt von zehn zu zehn Stimmen verhinderte dies jedoch. Somit konnte über die Bauvoranfrage für ein Mehrfamilienhaus mit acht Wohneinheiten und ein weiteres Einfamilienhaus am Weinhof in Leipheim beraten werden. Einstimmig signalisierte der Stadtrat zu diesem Bauvorhaben seine positive Einstellung, verwies aber gleichzeitig darauf, dass der Nachweis der Stellplätze erst nach einer Beurteilung durch das Landratsamt zu klären sei. Leibing sprach sich dafür aus, die Stellplatz-Satzung im Bauausschuss zu überarbeiten, es gebe Bedarf für Nachbesserung.

Ein Thema mit Zündstoff in Leipheim

Auch der nächste Tagesordnungspunkt, die geplante 1,8 Hektar große Freiflächen-Fotovoltaikanlage in Riedheim, barg Zündstoff. Stadtrat Jens Kahler (UWG) aus Riedheim betonte, dass in dem Ort doch der dörfliche Charakter erhalten werden solle. Dem stehe das Bauvorhaben klar entgegen, da es landwirtschaftliche Nutzung verhindere.

Die Fotovoltaikanlage diene der Mehrung des Geldes aufseiten des Investors und es stehe kein Bürgerprojekt dahinter, so Kahler. Stadträtin Johanna Bayer (Die Grünen) regte an, besser auf dem Areal Pro Freiflächen-Fotovoltaikanlagen zu bauen. Außerdem wurden weitere Bauanträge befürchtet, sodass von der Autobahn bis zur Nau ein einziger Solarpark entstehen könnte.

Bürgermeister Christian Konrad stellte klar: „Der alte Stadtrat hat die Entscheidung pro Fotovoltaik in Riedheim gestellt. Die landwirtschaftliche Bonität auf diesem Grundstück ist nicht so gut, da es sich um eine verfüllte Kiesgrube handelt. Die sehr gute Bonität der Flächen auf dem Areal Pro ist nichts für eine Fotovoltaik-Anlage.“

Nur eine knappe Mehrheit für das Projekt

Mit knappen Mehrheitsentscheidungen von jeweils elf zu zehn Stimmen wurden letztlich der Aufstellungsbeschluss zur Flächennutzungsplan-Änderung, der Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan „Im Schaffeld I“ und der Abschluss des städtebaulichen Vertrags mit dem Betreiber gefasst und damit der Weg für die Fotovoltaik-Anlage in Riedheim freigemacht.

Über knapp 40000 Euro dürfen sich die Vereine in Leipheim und Riedheim freuen. 20 000 Euro erhalten die Sportvereine, 18 000 Euro die Vereine des kulturellen Lebens. Für Freie Jugendarbeit, Volkshochschule und VdK werden 1000 Euro ausgegeben.

Nur für fünf Jahre und nicht wie von der Verwaltung vorgesehen auf sieben Jahre wird der Winterdienst an den Maschinenring Ichenhausen vergeben. Dritter Bürgermeister Willi Riedel hatte in Anbetracht der wechselnden klimatischen Bedingungen eine kürzere Vertragslaufzeit vorgeschlagen. Dies wurde dann mehrheitlich angenommen. Damit wird die laut Beschlussvorschlag seit 2013 reibungslos und sehr gut funktionierende Zusammenarbeit mit dem Maschinenring fortgesetzt.

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