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Gemeinderat

21.09.2018

Fotovoltaik, alte Linden und teure Spülmaschinen

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Mit diesen Themen befasste sich der Kammeltaler Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung

Kammeltal Um die geplante Fotovoltaikanlage einer Jettinger Firma in Wettenhausen ging es in der Sitzung des Kammeltaler Gemeinderats. Nicht alle Räte können sich mit dem Vorhaben anfreunden. Auch die Linden in Behlingen und Ettenbeuren waren Thema.

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Fotovoltaik Auf Wettenhauser Flur darf das Unternehmen Vento Ludens aus Jettingen-Scheppach eine Freiflächen-Fotovoltaik-Anlage aufstellen. Der Kammeltaler Gemeinderat genehmigte den Antrag – vier Räte stimmten allerdings gegen das Vorhaben. Das Gelände wird von einem circa 2,5 Meter hohen Zaun aus versicherungstechnischen Gründen umgeben, wie der Planer des Projekts sagte. Ausgleichsflächen für das riesige Solarfeld muss der Antragsteller auf Nachfrage aus dem Rat nicht auf Gemeindegebiet nachweisen, sondern diese dürfen auch auf einem ähnlichen strukturierten Gelände in der Nachbarschaft liegen.

Kindergarten Unter der mit 13 Baugesuchen vollgepackten Tagesordnung der Kammeltaler Ratssitzung war ein Tekturplan für den Umbau des Kneipp-Kindergartens im Kloster Wettenhausen. Dort werden vom Landratsamt zusätzliche Brandschutzmaßnahmen gefordert und einige Fenster in der nördlichen Fassade geändert.

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Linden Mit einem „Kurzgutachten“ für 400 Euro hat ein Baumsachverständiger die Standfestigkeit zweier Linden in den Kammeltaler Ortsteilen Behlingen und Ettenbeu-ren untersucht. Ergebnis: Beide müssen nicht der Kettensäge zum Opfer fallen. Im Kammeltaler Rathaus waren laut Bürgermeister Matthias Kiermasz Hinweise besorgter Anlieger eingegangen, dass die Bäume Probleme verursachten.

Als das Thema für die Gemeinderatssitzung am Dienstag angekündigt wurde, hat Kiermasz einen weiteren sonderbar anmutenden Baumtipp bekommen: In der Dossenberger Straße in Wettenhausen stehe ebenfalls eine Linde, die bei dieser Gelegenheit gleich mit „umgemacht“ werden könne. So weit soll es aber nicht kommen: „Ortsbild prägende Bäume macht man nicht einfach um“, sagte Kiermasz. Er halte die Linden für „erhaltenswert und erhaltensfähig“. Allerdings seien Erhaltungsmaßnahmen schon aus versicherungstechnischen Gründen notwendig.

Ein von der Verwaltung angeregtes Baumkataster – in dem alle wichtigen Bäume akribisch festgehalten werden – lehnten die Gemeinderäte als zu aufwendig ab. Gemeinderätin Marlene Späth machte darauf aufmerksam, dass ein Baum wichtig für die Umwelt sei, wenn mehr darüber Bescheid wüssten, würde mancher vielleicht anders über deren Erhalt denken.

Teure Spülmaschinen Die Kammeltaler Verwaltung hat für die Wettenhauser Grundschule und den Kindergarten Ettenbeuren jeweils eine Spülmaschine angeschafft. Die Ausgaben belaufen sich laut Information von Bürgermeister Matthias Kiermasz auf zusammen circa 8700 Euro. Die Vereine in Wettenhausen, die die Spülmaschine für Veranstaltungen nutzen, haben sich mit 1600 Euro an den Anschaffungskosten beteiligt. Sie würden diesen Betrag wieder zurückerhalten, wenn die Turnhalle der Grundschule im Falle einer möglichen Sanierung des Bodens für Veranstaltungen wie Fasching oder Weinfest nicht mehr zur Verfügung stünde. (wk)

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