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Handball-Bayernliga Frauen

17.09.2019

Für Günzburg gilt: Klein beigeben ist nicht

Von zaghaften Abwehrversuchen lässt sich Lena Götz (hier im Landesliga-Heimspiel gegen Rimpar) nicht beeindrucken. Beim Bayernliga-Auftakt zeigte sie wie alle Günzburgerinnen, dass sie in dieser Klasse gut mithalten kann.
Bild: Ernst Mayer

Trotz der knappen Niederlage zum Saisonauftakt in der Oberpfalz: Die Günzburger Handballerinnen fühlen sich in der Bayernliga gut angekommen. Was ihnen Mut für die kommenden Aufgaben macht.

Trotz der 24:27-Niederlage (Halbzeit: 12:13) in Mintraching fühlen sich die Günzburger Handballerinnen in der Bayernliga gut angekommen. Zwar ist alles größer, schneller, weiter und lauter als zuvor, aber das Spiel zeigte auch, dass man in der bayerischen Eliteliga mithalten kann. Schließlich war nach einem umkämpften Hin und Her auch ein Punktgewinn in Reichweite. Stand es doch sieben Minuten vor Schluss gar 24:23 durch ein Tor des spielstarken Neuzugangs Sonja Christel.

Nina Porkert gelingt das erste Tor

Das erste Tor in der jüngeren Bayernliga-Geschichte der VfL-Ballwerferinnen gelang Nina Porkert zum 1:0. Und zunächst blieb der VfL am Drücker. Durch zwei Tore der sechsfachen Torschützin Lena Götz hieß es 3:1. Die VfL-Spielerinnen waren heiß. Danach wurde zäh gerungen. Frauen-Bayernliga ist eine fast undamenhafte, knallhart geführte, körperliche Auseinandersetzung. Erfreulich aus Sicht der Weinroten war da, dass die Schützlinge von Jürgen und Peter Kees nicht landesligahaft klein beigaben – die wichtigste Erkenntnis aus dem Spiel überhaupt.

Fünfmal stand es bis zum 6:6 unentschieden. Die Oberpfälzerinnen um ihre stärksten Werferinnen Ramona Völkl-Simbeck (sieben Treffer) und Jasmin Lehner (sechs) erspielten sich dann Vorteile und gingen 9:6 in Führung. Eine starke Lisa Gremmelspacher im Tor und verlässliche weinrote Kampfkraft waren die Trümpfe für das nächste Remis beim Stand von 10:10.

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Absolut auf Augenhöhe

Bis zur Halbzeit blieb es eng. Die Stimmung in der Kabine war gut. Das Team spürte: Die lange und harte Vorbereitung hatte sich gelohnt. Da geht was. Immerhin war der Aufsteiger auf dem gleichen Niveau wie der Gastgeber, der mittlerweile das dritte Spieljahr in dieser Liga absolviert.

Doch angespornt von der Heim-Atmosphäre hatte die Spielgemeinschaft nun ihre stärkste Phase. Auf 19:16 zog sie davon. Jetzt erhielt Martina Jahn, die mit acht Treffern beste Torschützin des Spieles werden sollte, eine Zeitstrafe. Gerade diese Spielkrise wurde aber bewältigt. Auch die Manndeckung gegen Lena Götz war nicht das taktische Aus, gute Antworten fand die Schwäbinnen darauf. Die Sache kippte wieder. Der kühne Traum von Auswärtspunkten erhielt beim 24:23 schönen Auftrieb. Die Chance zur Zwei-Tore-Führung bestand und wurde vergeben. Arg wackelte das Heimteam in dieser Phase, doch es fiel nicht. Der VfL verlor jetzt ein wenig die Geduld. Schnell wurde aus der knappen Führung ein kleiner Rückstand und ganz am Ende konnten die Spielerinnen aus Mintraching und Neutraubling doch noch den Heimsieg erringen.

Trainer Jürgen Kees spricht von Unerfahrenheit

Der Erfolg der Oberpfälzerinnen ist nicht unverdient, da sie in der entscheidenden Phase den etwas kühleren Kopf behielten. „Vielleicht spürte man in dieser Phase eine Spur Unerfahrenheit in der neuen Liga“, orakelte Günzburgs Trainer Jürgen Kees danach. Nachdem aber die erste Enttäuschung verflogen war, verschaffte sich Stolz über die gezeigte Leistung Platz.

Die Vorfreude auf den ersten Heimauftritt gegen Bergtheim am kommenden Samstag, 21. September (Beginn: 17 Uhr), begann bereits während der Rückfahrt. (zg)

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