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14.11.2017

Für Janine Berger läuft‘s „ziemlich optimal“

Gemeinsame Freude: Dem Ulmer Cheftrainer Gabor Szücs verdankt Janine Berger viel. Er war auf dem Weg zum Comeback an ihrer Seite.
Bild: Bernhard Kotz

Die Bubesheimerin kehrt mit den Ulmer Frauen in die Bundesliga zurück. Wie die 21-Jährige beim Saisonfinale in Dresden abschneidet.

Wenn das kein Schub fürs Selbstvertrauen ist: Mit einer starken Leistung hat Janine Berger in ihrem zweiten Comeback-Wettkampf einen wertvollen Beitrag zum Bundesliga-Aufstieg der Ulmer Turnerinnen geleistet. Beim Zweitliga-Finale musste sich das Team aus der Münsterstadt lediglich dem gastgebenden Dresdner SC knapp beugen und verteidigte damit die wenige Wochen zuvor in Heidenheim eroberte Tabellenführung. Zwei Jahre nach dem Abstieg kehren die Ulmerinnen nun also in die Eliteklasse zurück – „ein cooles Erlebnis“, wie Berger von der Jubelfeier an der Elbe berichtet.

Es war ein weiter Weg – für die verletzungsgeplagte Bubesheimerin ebenso wie für die Ulmer Riege. Die hatte mitten im personellen Umbruch an sich nur den Klassenerhalt in der zweiten Liga als Saisonziel ausgegeben. An den drei Wettkampftagen lief es aber überraschend gut. Auch, weil auf Laura Jurca immer Verlass war. Ihr Einsatz in Dresden war aufgrund einer Knieverletzung fraglich gewesen, doch die Rumänin biss auf die Zähne, trug mit der drittbesten Note am Barren sowie der viertbesten Übung am Schwebebalken entscheidend zum Erfolg des SSV 1846 bei.

Ein Tagessieg und zwei zweite Plätze ergaben für Ulm im Feld der acht Mannschaften am Ende 26:2 Punkte und den letztlich souveränen Gesamtsieg vor Dresden (22:6), Unterhaching-Ries und Heidenheim (beide 18:10). Aus Bergers Perspektive war dieser Erfolg des Teams geradezu „sensationell“.

Dabei schwingt auch die Freude über die eigene Leistung mit. In Dresden trat Berger wie bereits zuvor in Heidenheim am Stufenbarren an. Sie steigerte ihr vier Wochen zuvor erreichtes Ergebnis auf 12,50 Punkte. Das bedeutete an diesem Gerät die zweitbeste Tageswertung hinter der großartig turnenden Siegerin der Gesamt-Einzelwertung, Elizaveta Kochetkova, die am Stufenbaren 13,25 Zähler ergatterte. „Es ist ziemlich optimal gelaufen“, berichtete Berger mit strahlender Miene. Fürs Gemüt vielleicht noch wichtiger als die gute Punktzahl war, dass das Knie den Belastungen erneut stand hielt. „Für den Barren ist es stabil; ich bin echt fit gewesen“, schilderte die 21-Jährige nach ihrem Wettkampf.

Als nächste Etappe möchte sie mit dem Ulmer Team auch in der Bundesliga turnen. Ohne es so zu sagen, fühlt Berger, dass sie für die jungen Turnerinnen ein Vorbild ist und auch in dieser Funktion eine wichtige Rolle einnimmt.

Wie es mit ihr selbst weiter geht, ob sie womöglich noch einmal an ihr einstiges Paradegerät Sprung zurückkehrt – darüber möchte die Bubesheimerin derzeit nicht spekulieren. „Ich muss schauen, wie sich das weiter entwickelt“, sagte sie – und freut sich über den großen Karreireschritt, der mit diesem Comeback nun vollzogen ist.

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