1. Startseite
  2. Lokales (Günzburg)
  3. Für die Gemeinschaft war er ein Segen

Kirche

03.08.2019

Für die Gemeinschaft war er ein Segen

Mit einem feierlichen Gottesdienst haben sich die Mitglieder der Pfarreiengemeinschaft von Pfarrer Heribert Singer verabschiedet.
Bild: Oliver Geißler

Reisensburg und Nornheim verabschieden den beliebten Pfarrer Heribert Singer in den Ruhestand

Einen nicht alltäglichen Festgottesdienst, mitgestaltet vom Kirchenchor und einem Trompetenduo mit Theresa Willmy und Andreas Treffler sowie Organist Martin Gollmitzer, feierten die Gläubigen in der überfüllten Reisensburger St.-Sixtus-Pfarrkirche zur Verabschiedung von Pfarrer Heribert Singer in den Ruhestand.

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

Dieser Inhalt ist älter als 30 Tage und steht daher nur Abonnenten mit einem Plus+ Abo zur Verfügung.
Jetzt ab 0,99 € testen

In seinen einleitenden Worten wies Pfarrer Singer darauf hin, dass ihm elf erfüllte Jahre in der Pfarreiengemeinschaft Reisensburg mit Nornheim, Leinheim und Riedhausen geschenkt wurden. Das Gottesdienstmotto „Gott tut uns gut“ beleuchtete er aus verschiedenen Perspektiven. Maria Hubensteiner und Irmgard Gernert stellten heraus, dass Musik die Herzen bewegt und Glaubensbegeisterung auslöst. Mit dem Refrain: „Da ist einer unterwegs, einer wie sonst keiner. Was er sagt, das macht uns Mut. Gott tut gut“ prägte sich das Gottesdienstmotto tief ein. Zum Schluss des Gottesdienstes bedankten sich die Ministranten für Pfarrer Singers Wirkung auf junge Leute. Antonia Munk und Johanna Seitz sagten, Singer habe es geschafft, zu zeigen, dass Glaube eben kein Relikt vergangener Tage ist, sondern einen Platz im Leben dieser Altersgruppe haben kann. Eines der Geschenke war ein Banner mit verschiedenen Symbolen wie ein Regenbogen für Pfarrer Singers buntes Spektrum an tiefgründigen Themen und die Farbe, die er in die Pfarreiengemeinschaft gebracht hat.

Weitere Festbeiträge folgten in der Herrenwaldhalle, wo der Musikverein Reisensburg spielte. Der Gospelchor dankte ebenso wie Oberbürgermeister Gerhard Jauernig, der Pfarrer Singer zum Ausruhen in seiner alten und neuen Heimat Kemnat einen Liegestuhl schenkte. Pfarrer Martin von der Evangelischen Kirchengemeinde, lobte die gelebte Ökumene mit dem katholischen Geistlichen, der die brüderliche Gemeinschaft sehr pflegte. Dann wurde noch „Radio Vatikan“ zugeschaltet: Pfarrer Alexander Bauer, der wegen einer Jugendfreizeit nicht anwesend sein konnte, imitierte die Sprache des emeritierten Papstes Benedikt XVI. verblüffend echt und hob in dessen Gestalt hervor, dass Pfarrer Singer für zwei Priester gearbeitet und nicht immer die Linie der Amtskirche vertreten habe. Der Kindergarten St. Elisabeth in Reisensburg hatte ein Abschiedslied und einen Reigentanz mit den Kleinen einstudiert. Für die Kirchenverwaltung der Pfarrei St. Sixtus Reisensburg sprach Stefanie Wiesheu, die auch Einschlägiges aus der Kirchenverwaltung zu berichten wusste. Andrea Sterk, Vertreterin der Pfarrgemeinderatsvorsitzenden von Reisensburg, verglich Pfarrer Singer mit einem Scharnier, das zwei oft unterschiedliche Seiten verbindet, wie Gott und die Welt, Frau und Mann, Leben und Tod. Obwohl Pfarrer Singer für Lebendigkeit und Buntheit in der Kirche stehe, für notwendige Reformen eintrete, war die Zahl der Gläubigen rückläufig, was ihn sehr beschäftigte und enttäuschte. Als Sprecher der Reisensburger und Nornheimer Vereine überbrachte der Vorsitzende des Musikvereins, Wolfgang Hödl, den Dank. Eine Woche Urlaub in Bad Wörishofen sowie ein Hinterglasbild mit dem Patron Sixtus gab es als gemeinsames Geschenk. Zum Abschluss sangen Kinder der Grundschule Reisensburg ihr Abschiedslied. Alle Strophen drückten das große Bedauern aus, dass Pfarrer Singer mit seiner herzlichen Art und Menschlichkeit die Pfarrei verlässt.

Die Feierlichkeiten wurden mit einer Segensandacht beendet, die vom Chor „Querbeet St. Sixtus Reisensburg“ musikalisch mitgestaltet wurde. Gemeindereferentin Friedlies Hopf-Schirm gestaltete mit Maria Hubensteiner und Monika Seitz die Andacht. Die Gemeinde wurde reich mit Pfarrer Singer beschenkt, der den Schlüssel zu vielen Menschen gefunden hat: Er war ein Segen. (zg)

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren