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Gemeinderat

29.04.2015

Für die Zukunft gerüstet

J. Wiedenbeck
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J. Wiedenbeck

Rettenbach investiert weiter in den Ort und verringert die Schulden. Davon profitiert auch die Feuerwehr

Der Rettenbacher Gemeinderat hat die Haushaltssatzung und den Haushaltsplan für das Jahr 2015 beschlossen. 500000 Euro will die Gemeinde in den Erwerb von Bauflächen investieren, um die immer größer werdende Nachfrage zu decken. In welchem der Ortsteile dies geschehen soll, steht aber noch nicht fest, sagte Bürgermeisterin Sandra Dietrich-Kast ( CSU).

Das Investitionsprogramm in Höhe von 983500 Euro sieht in diesem Jahr unter anderem auch den Erwerb eines Feuerwehrfahrzeuges für die Freiwillige Feuerwehr Harthausen (50000 Euro), einen Investitionszuschuss zur Sanierung der Kirchenmauer (95000 Euro) sowie die Beschaffung einer Notbeleuchtung für die Gemeindehalle (40000 Euro) vor. Daneben sind insgesamt rund 160000 Euro für Gemeindestraßen, die Radwegevernetzung der Ortsteile, die Straßenbeleuchtung und die Planung des Kirchenvorplatzes vorgesehen.

Der Vermögenshaushalt umfasst ein Volumen von rund 1,72 Millionen Euro, der Verwaltungshaushalt knapp 2,7 Millionen. Erfreulich sei der Rückgang der Kreisumlage um rund 225000 Euro. Die Rücklage der Gemeinde betrug zum 1. Januar rund 862000 Euro. Der Schuldenstand wird zum Jahresende rund 1,7 Millionen Euro im Gegensatz zum Jahresbeginn mit rund 2,1 Millionen Euro betragen. Die Neuverschuldung werde weiter zurückgehen.

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Beschafft hat die Gemeinde bereits, für die Feuerwehr des Ortsteils Remshart, eine neue Tragkraftspritze mit einer Leistung von 1900 Litern pro Minute. Sie ist leiser und leistungsfähiger als das Vorgängermodell. Bei einem Ortstermin konnten sich die Mitglieder des Rettenbacher Gemeinderates jetzt davon überzeugen, wie notwendig das Gerät ist. Kommandant Jürgen Kempter betonte, dass die Neuanschaffung die richtige Entscheidung gewesen sei: Die Pumpe sei für „alle da“ und sichere die Löschwasserversorgung in der gesamten Gemeinde. Dass die Feuerwehr nicht allein Männersache ist, bewies die Bürgermeisterin, indem sie sich spontan mit drei weiteren Feuerwehrfrauen beim Abbau der 200 Kilo schweren Spritze beteiligte.

Viele Jahre lang war die Sicherheit auch ein Thema für Jochen Wiedenbeck. Er war nicht nur im Rettenbacher Gemeinderat sowie im Bau- und Umweltausschuss tätig, sondern auch Mitglied der Verbandsversammlung des Schulverbands Offingen. Lange Zeit hatte er das Referat für Verkehr und Sicherheit inne und rief 2003 die Bürgerliste (BL) ins Leben. Nicht als „Gegenmaßnahme“ zu den etablierten Gruppierungen, sondern um mehr Farbe in die politische Landschaft zu bringen und die Öffentlichkeit stärker einzubinden, wie er sagte.

Er war 18 Jahre Bürger von Rettenbach. Wegen seines Wegzugs aus dem Ort wurde er nun von der Verpflichtung als gewähltes Gemeinderatsmitglied entbunden. Allerdings erst im zweiten Anlauf: Zunächst wollte keiner der Räte wegen der langjährigen Zusammenarbeit seiner Entscheidung so richtig zustimmen. „Sie waren immer da“, würdigte die Bürgermeisterin sein immer genaues und akkurates Wirken im Dienst der Gemeinde wie auch sein ehrenamtliches Engagement. Als Erinnerung an die Gemeinde überreichte sie ihm ein Bild der Künstlerin Brigitte Hoffmann aus Harthausen, das das Schlössle und im Hintergrund die Pfarrkirche St. Ulrich zeigt. Nachfolger ist Stefan Rank aus Rettenbach. Er wird bei der nächsten Ratssitzung vereidigt.

Zudem wurden noch wichtige Termine genannt. Heute um 19.30 Uhr ist die Dienstversammlung der Feuerwehr Rettenbach, bei der auch die Kommandantenwahl ansteht. Und am Sonntag, 19. Juli, wird das neue Kinderhaus St. Raphael bei einem Tag der offenen Tür offiziell eingeweiht. (wpet)

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