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Wettenhausen

10.11.2017

Für die guten Ideen fehlt nur noch das nötige Kleingeld

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Wie könnte die Zukunft des Klosters Wettenhausen aussehen? Ihre Ideen erläuterten Studentinnen und Studenten der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf bei der Eröffnung einer Ausstellung ihrer Arbeiten.
Bild: Greta Kaiser

Studenten der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf zeigen in Wettenhausen, wie sie sich die Gestaltung des Klosters vorstellen.

Das Kloster Wettenhausen ist in einem erbarmungswürdigen Zustand. Mindestens 40 Millionen Euro sind nach momentanem Stand nötig, um die Gebäude zu sanieren und die Freiflächen innerhalb und außerhalb der Anlage zu gestalten – und das Ensemble damit auch einer wirtschaftlich tragfähigen Nutzung zuzuführen. Umso schöner, wenn – frei von ökonomischen Zwängen – Ideen entwickelt werden können, wie die Zukunft des Klosters dereinst aussehen könnte. Getan haben das Studentinnen und Studenten der Fakultät Landschaftsarchitektur der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf. Ihre Arbeiten wurden am Mittwochabend vorgestellt, zu sehen ist die Präsentation noch bis 16. November im Kloster Wettenhausen.

Schwester Amanda, die Priorin des Klosters, brachte es bei ihrer Begrüßung der zahlreichen Gäste scherzhaft auf den Punkt: „Es ist erstaunlich, wie kreativ junge Leute sind. Vor allem, wenn sie nicht an die Finanzen denken müssen.“ Freilich: Reine Luftschlösser haben die Studentinnen und Studenten bei ihrer Arbeit nicht gebaut. „Die Kosten der Ideen sind auch durchkalkuliert“, betonten die Professorinnen Birgit Schmidt und Ingrid Schegk von der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf. „Das ist ein seriöses Projekt.“ Als angehende Landschaftsarchitekten haben sich die Studentinnen und Studenten in Form von Planzeichnungen, Modellen und textlichen Erläuterungen vor allem Gedanken darüber gemacht, wie der Innenhof und das Umfeld des Klosters gestaltet werden könnten. Möglich wären danach ein klösterlicher Lehr- und Lerngarten für Groß und Klein oder Weideflächen, auf denen in einer Art Streichelzoo verschiedene Tiere grasen. Denkbar, so ein weiterer Vorschlag, ist die Öffnung des bislang in Rohren abgeleiteten Kirchhofgrabens, um im Innenhof des Klosters in Zusammenhang mit dem Kindergarten einen Spielplatz mit Wasser zu bereichern und auf den angrenzenden Feldern ein weiteres Naturerlebnis zu bieten. Ferner werden Ideen unterbreitet, wie mit neuen Sichtachsen die Zufahrten zum Kloster für Autofahrer, Radler und Fußgänger optisch und praktisch – etwa mit Bänken und Ruhezonen – ansprechender gestaltet werden könnten.

Mit der Sanierung der Gebäude und einer attraktiven Gestaltung der Freiflächen ist es aber nicht getan. Nötig sind auch Konzepte, wie die Klosteranlage künftig wirtschaftlich geführt werden kann. Darüber haben sich die Studentinnen und Studenten ebenfalls Gedanken gemacht. Auf ihrer Vorschlagsliste stehen ein Hotel oder Fremdenzimmer, ein Wohnbereich, eine Gastronomie mit Biergarten, ein Hofladen mit regionalen Produkten, eine Jugendherberge oder ein Jugendtreff, ein Vereinsheim, eine Galerie und ein Atelier sowie Räumlichkeiten für kulturelle oder gesellige Veranstaltungen wie Konzerte und Theateraufführungen oder Hochzeiten und Geburtstagsfeiern.

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Das alles seien „spannende Ansätze“, erklärte Monika Wiesmüller-Schwab, die Stellvertreterin des Landrats, beruflich als Architektin tätig und deshalb besonders interessiert. Ähnlich äußerte sich in seinem Grußwort Matthias Kiermasz, der Kammeltaler Bürgermeister: „Ich bin optimistisch, dass sich die eine oder andere Idee umsetzen lässt.“ Fehlt eigentlich nur noch das nötige Kleingeld.

Die Ausstellung mit den Arbeiten der Studentinnen und Studenten der Hochschule ist noch bis Donnerstag, 16. November, zu den täglichen Öffnungszeiten des Klosters Wettenhausen von 14 bis 16 Uhr zu sehen.

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