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25.06.2009

Für eine schönere Altstadt sollen weiter Gelder fließen

Günzburg Günzburg ist eine schöne Stadt. Vor allem der Marktplatz, die Ecken und Seitengassen drum herum sind bei Menschen aus nah und fern beliebt. Dass das so ist, liegt unter anderem an der Altstadtsanierung. Durch sie fließen seit inzwischen 37 Jahren staatliche Zuschüsse in Millionenhöhe in die Große Kreisstadt.

Das klassische Bund-Länder-Programm läuft im Jahr 2010 aus. Dies ist Anlass dafür, den Abschluss der Sanierungsgebiete I bis III in Günzburg, wie von der Regierung von Schwaben gefordert, durchzuführen und einen Programmwechsel vorzunehmen.

Überraschenderweise wurde die Stadt bereits in 2009 für die Aufnahme in das Bund-Länder-Fachprogramm "Städtebaulicher Denkmalschutz" vorgeschlagen. Um Nachteile zu vermeiden, wurden die von der Regierung angeforderten Unterlagen fristgerecht eingereicht, informierte die Stadtverwaltung. Dies seit aber unter dem Vorbehalt geschehen, dass der Stadtrat grundsätzlich über die Fortführung der Städtebauförderung in Günzburg entscheiden musste. Der Stadtrat tat dies. Das Ergebnis war einstimmig: Die Bürgervertreter beschlossen, die Städtebauförderung fortzuführen. Allerdings gibt es einen Programmwechsel.

Wie Ulrike Widmann von Regierung von Schwaben im Stadtrat ausführte, sollen die Vorhaben, die im Rahmen dieses Programms gefördert werden, im Gegensatz zu den bisherigen Sanierungsgebieten binnen acht Jahren umgesetzt werden. Nach vier Jahren soll ein Zwischenbericht über den Stand der Dinge vorgelegt werden. "Ziel ist, dass die Fördermittel zielgerichteter und effizienter ausgegeben werden", informierte Widmann. Dazu seien konzeptionelles Denken und ein integriertes Handlungskonzept notwendig. In diesem Zusammenhang merkte die Vertreterin der Augsburger Behörde an, dass es bei der Jahresanmeldung Günzburgs ein paar Projekte gebe, die sie aus Sicht der Städtebauförderung kritisch sehe: zum Beispiel den Bau der Hanggarage und die Sanierung der Jahnhalle. "Aber die Mehrzahl passt gut", meinte Ulrike Widmann.

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Oberbürgermeister Gerhard Jauernig teilte mit, dass die Frage, welche Projekte in das neue Programm aufgenommen werden sollen, in einer Arbeitsgruppe gesondert behandelt wird.

Peter Lang ( CSU) unterstrich, dass die Stadt und private Investoren in großem Maße von der Altstadtsanierung profitiert hätten. "Auf diese Weise wurde Hervorragendes für unser Erscheinungsbild geleistet", so Lang. Es sei damals schwierig gewesen, der Bevölkerung die Sanierung des Marktplatzes schmackhaft zu machen.

Dr. Manfred Büchele (SPD) will Denkmalschutz nicht als "Glasglocke" verstehen. Er sei froh, wenn mehr "Elastizität" kommt. In der Vergangenheit habe man bei der Altstadtsanierung in Günzburg zwei "dicke Fehler" gemacht, so Büchele: das große Kopfsteinpflaster in der Altstadt und der "hässliche" Brunnen auf dem Marktplatz.

Ferdinand Munk (UWB) widersprach Büchele: Der Brunnen gefalle ihm gut, er komme bei der Bevölkerung gut an. "So wie Stadt und Regierung Gelder zur Verfügung stellen, muss auch der Bauherr Geld in die Hand nehmen", gab Munk zu bedenken.

Dr. Angelika Fischer (FWG/GBL) hatte eine Meinung zum Pflaster auf dem Marktplatz: "Ich bezeichne das als Konjunkturprogramm für die Schuster." Die Frage von Dr. Ruth Niemetz (CSU), ob die engere Zeitvorgabe von acht Jahren im neuen Programm mehr personellen Einsatz im Rathaus erfordert, konnte der OB nicht beantworten.

Kritik kam von Johann Briegel. Der FWG/GBL-Stadtrat ging auf die damalige Drohung der Regierung von Schwaben ein, im Zusammenhang mit der geplanten Bebauung auf dem Kimmerle-Areal an der A 8 Mittel aus der Städtebauförderung zurückzufordern. "Dies hat zu einer Fehlentwicklung in einem Gebiet geführt", sagte Briegel. Man müsse die Gesamtstadt sehen, nicht nur eine Parzelle.

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