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Ziemetshausen

22.05.2019

Für sie gehört das Sportabzeichen einfach dazu

Startbereit für weitere Sportabzeichen: (von links) Rudolf Scholz, Johann Geiger und Josef Kölbl, die für eine runde Zahl an Deutschen Sportabzeichen geehrt wurden.

Senioren werden für ihre zahlreichen bestandenen Prüfungen geehrt. Einer legte sie sogar 50 Mal ab. Warum sie immer wieder das Abzeichen ablegen.

In jedem Jahr werden bei der Sportabzeichenverleihung die „Wiederholungstäter“ besonders geehrt. Vier Sportler kamen in diesem Jahr gemeinsam auf unglaubliche 170 Sportabzeichen. Wie sie zum Sport kamen.

50 Sportabzeichen erworben hat Johann Geiger von der TSG Thannhausen. Der 79-Jährige legte 1960, bevor er zur Bundeswehr einrücken musste, sein erstes Sportabzeichen ab. Beim Bund erwarb er dann das Bayerische Sportabzeichen. 2018 machte er schließlich die 50 voll. Geiger – seit 1964 selbst Sportabzeichenprüfer – bekam die Liebe zum Sportabzeichen gewissermaßen vererbt, denn schon sein Vater war in dieser Funktion tätig, viele Jahre gemeinsam mit dem Sohn.

Heute steht Geiger seiner Tochter Karin zur Seite, wenn sie die Kleinsten (sechs bis zehn Jahre) trainiert. Viele Jahre war Johann Geiger auch Sportwart und Übungsleiter der TSG, hat unzählige Sportler, vom Kind bis zum Senior, ans Sportabzeichen herangeführt und fast 5000 Prüfungen abgenommen. „Mir war es immer ein Anliegen, vor allem bei den Kindern, dass sie von der Straße wegkommen, Gemeinschaftssinn erleben und Ablenkung vom Schulalltag bekommen“, so der 79-Jährige.

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Drei Sportler werden für 40 Abzeichen geehrt

40 Sportabzeichen haben gleich drei Sportler geschafft. Ebenfalls von der TSG Thannhausen ist Rudolf Scholz dabei. Seit 40 Jahren ist es für den 78-Jährigen eine Selbstverständlichkeit, das Sportabzeichen abzulegen – nicht nur das Deutsche, sondern auch das Bayerische, das allerdings vor fünf Jahren abgeschafft wurde. Früher war der Sprint seine Lieblingsdisziplin, heute macht ihm der Dreikampf am meisten Spaß.

Josef Kölbl von der SG Reisensburg-Leinheim ist seit dem 20. Lebensjahr immer wieder zur Prüfung gegangen. Auch im Alter scheut der 73-Jährige sich nicht, seine Leistungen messen zu lassen. Ein- bis zweimal die Woche treibt er noch Sport, am liebsten schwingt er sich dabei auf das Fahrrad.

Für Georg Miller, ebenfalls aus Thannhausen, gab es kein Jahr, in dem er kein Sportabzeichen abgelegt hat. Der 73-Jährige gilt immer noch als Allroundsportler, liebt heute vor allem das Ski- und Radfahren. Seine Stärken waren der Sprint über die Distanzen 100, 200 und 400 Meter, wo er schwäbische Titel errungen hat und auf bayerischer und deutscher Ebene im Seniorenbereich zur Spitze zählte.

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