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Leipheim

20.11.2018

Gartenhallenbad: In vier Jahren soll alles fertig sein

In vier Jahren soll die Sanierung des Gartenhallenbads in Leipheim abgeschlossen sein.
Bild: Bernhard Weizenegger (Archiv)

Der Zeitplan für die Generalsanierung der Leipheimer Einrichtung ist dem zuständigen Zweckverband vorgestellt worden.

Die Generalsanierung des in die Jahre gekommenen Gartenhallenbads in Leipheim ist beschlossene Sache. Jetzt wurde dem Zweckverband Hallenbad Nord, der seit Januar Betreiber der Einrichtung ist, ein Zeitplan für die Sanierung vorgestellt. Vier Jahre wurden dafür veranschlagt.

Rückblick: Nachdem sich der Landkreis Günzburg als Betreiber des Gartenhallenbads in Leipheim zurückgezogen hatte, musste eine Zukunftslösung für die Einrichtung erarbeitet werden. Im Juni 2017 wurde der Zweckverband gegründet, zum 1. Januar hat dieser auch den Betrieb des Hallenbads übernommen. Im Juni fiel die Entscheidung, dass das Bad generalsaniert werden soll – die Pläne ein Hallenbad an einem neuen Standort zu bauen, wurden verworfen. Die Kosten der Generalsanierung werden auf etwa 14,4 Millionen Euro geschätzt.

Jetzt stehen die nächsten Schritte an: Wie in der Versammlung am Dienstagnachmittag mitgeteilt wurde, soll die Sanierung in vier Jahren abgeschlossen sein. Zunächst soll ein Planerteam ausgewählt und ein Projektsteuerer hinzugezogen werden. Bis August 2019 soll dieses Team stehen – erst dann können die eigentlichen Planungen losgehen. Noch im Jahr 2019 soll mit der Erarbeitung der Entwurfsplanung begonnen werden. Für die Planungen wird ein Zeitraum von etwa einem Jahr veranschlagt, für die eigentliche Bauphase zwei Jahre. Der Verbandsvorsitzende und Kammeltaler Bürgermeister Matthias Kiermasz wies allerdings auf die derzeitige konjunkturelle Lage hin und die Schwierigkeit, Baufirmen zu finden.

Vielleicht macht das Projekt sogar noch Schule

Das Gartenhallenbad in Leipheim sei eine Einrichtung für „Sport, Familie und Freizeit“, sagte der Verbandsvorsitzende Kiermasz. „Wir haben hier alles geboten.“ Er freute sich über den Zusammenhalt und die Zusammenarbeit der Kommunen. Vielleicht mache das Projekt sogar Schule. Wichtig sei ihm aber in erster Linie, dass den Bürgern im nördlichen Landkreis weiterhin ein Hallenbad zur Verfügung stehe. „Diese Konstellation ist in Bayern und Deutschland wohl einzigartig“, sagte der Leipheimer Bürgermeister Christian Konrad über die Arbeit des Zweckverbands. „Es ist etwas Besonderes, darauf können wir stolz sein, auch wenn es ein langer und steiniger Weg war.“

Weiter geführt wird die Familienkarte Plus. Seit dem Jahr 2012 gibt es die Kooperation des Gartenhallenbads Leipheim mit dem Günzburger Waldbad. In der Zeit von Mitte Mai bis einschließlich September können Familien gegen einen Preisaufschlag von 35 Euro auf die reguläre Saisonkarte des Waldbades beliebig oft das Freibad und das Hallenbad besuchen. „Die Nachfrage wächst kontinuierlich“, sagte Matthias Kiermasz. Einstimmig hat sich der Zweckverband für eine Fortsetzung der Familienkarte Plus entschieden.

Günzburgs OB will weitere Synergien ausloten

In diesem Zusammenhang regte der Günzburger Oberbürgermeister Gerhard Jauernig an, weitere mögliche Synergien zwischen den beiden Bädern auszuloten und das Gespräch mit den Günzburger Stadtwerken zu suchen, die das Waldbad betreiben. Er könnte sich Möglichkeiten der Zusammenarbeit im Personalbereich vorstellen wie im Vertretungsfall oder bei der Ausbildung. „Wir könnten Synergien nutzen und Gelder sparen“, sagte Jauernig.

Seit der Versammlung am Dienstagnachmittag hat der Zweckverband Hallenbad Nord ein neues Mitglied. Einstimmig wurde die Gemeinde Dürrlauingen aufgenommen. In einem Brief hatten sich die Verbandsmitglieder nach ihrer Juni-Sitzung an die Stadt Burgau sowie die Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft Haldenwang gewandt und warben dafür, dem Zweckverband doch noch beizutreten. Zumindest bei der Gemeinde Dürrlauingen waren sie erfolgreich.

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