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21.06.2017

Gaskraftwerk: Warum SWU es nicht betreiben

So könnte das Kraftwerk auf dem Areal Pro aussehen.

Veränderungen bei Projekt auf Areal Pro

Auf dem Areal Pro, dem alten Fliegerhorst im Bereich von Leipheim und Bubesheim, könnte ein Reservegaskraftwerk entstehen (wir berichteten). Doch während am Anfang des Projekts noch die Rede davon war, dass die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm (SWU) die Anlage bauen und betreiben, bezeichnen sie sich jetzt zusammen mit dem Partner Siemens nur noch als Planer und Träger. Wie kommt das?

Pressesprecher Bernd Jünke verweist auf eine Mitteilung der Bundesnetzagentur. Demnach sollen die Anlagen „Betriebsmittel der Übertragungsnetzbetreiber sein“, Grundlage dafür sei das Energiewirtschaftsgesetz. Begonnen wurde das Projekt 2010/2011 „noch unter alleiniger Regie der Stadtwerke“, erklärt Jünke. „In den bald sieben Jahren, die mittlerweile vergangen sind, haben sich die Rahmenbedingungen mehrfach geändert. Anfangs konnten die SWU tatsächlich davon ausgehen, das Kraftwerk zu bauen und zu betreiben.“ Doch mittlerweile habe sich die Funktion eines Gaskraftwerks für die süddeutsche Stromversorgung geändert: Die Übertragungsnetzbetreiber wie Amprion müssten dafür sorgen, dass ihre Netze nach einem Ausfall in kürzester Zeit wieder stabilisiert werden. Dafür seien Gasturbinenkraftwerke wegen ihrer schnellen Anlaufzeiten bestens geeignet.

Auf die Frage, warum sich das Ganze für die SWU und ihren Partner Siemens dennoch lohnt, antwortet der Sprecher: Sie würden das genehmigungsreife Projekt verkaufen. Sollte der Standort auf dem Areal Pro bei der Ausschreibung den Zuschlag bekommen, würde es an den Übertragungsnetzbetreiber gehen. Es sei so konzipiert, dass eine Inbetriebnahme im Jahr 2021 möglich sei – in der öffentlichen Bekanntmachung ist übrigens die Rede von 2019. Das erklärt Jünke damit, dass eine solche Anlage formell ab dem Winter 2021 benötigt werde. Stadtwerke und Siemens wollten aber für Eventualitäten gerüstet sein. (cki)

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