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20.10.2018

Gebiet für Gewerbe ein Stück weiter

„Am Auwald“ Thema in Gundremmingen

Ursprünglich sollte für das neue Gundremminger Gewerbegebiet „Am Auwald“ eine planungsrechtliche Voraussetzung für die Ansiedlung verschiedenartiger Gewerbebetriebe geschaffen werden. Zwischenzeitlich hatte sich das Ansiedlungsvorhaben der Firma Scheiffele-Schmiederer aus Dillingen konkretisiert (wir berichteten). Die geplanten Flächen sollen ausschließlich für den Neubau eines Holzwerks einschließlich der Errichtung der Unternehmenszentrale der Firma dienen, nachdem dieses die Verlagerung seines Standorts von Dillingen hierher beabsichtigt. Die Gemeinde Gundremmingen hat hierzu das Bauleitplanverfahren begonnen: Die Flächennutzungsplanänderung und parallel dazu die Aufstellung des Bebauungsplans.

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In seiner Sitzung am Donnerstag hat der Gemeinderat nun die Änderung des Flächennutzungsplans festgestellt. Seitens der Öffentlichkeit wie auch einer ganzen Reihe an Behörden und sonstiger Träger öffentlicher Belange waren zur Flächennutzungsplanänderung und zum Bebauungsplan keine Anregungen oder Hinweise vorgebracht worden. Dennoch zog sich das Auseinandersetzen mit den eingegangenen und teilweise nicht ganz unkomplizierten Stellungnahmen, die Susanne Wolf vom Krumbacher Ingenieurbüro Kling Consult erörterte, mit einer Dauer von eineinhalb Stunden in die Länge.

Unter anderem hatte die Regierung von Schwaben und der Regionalverband Donau-Iller aufgrund der Größe des geplanten Gewerbegebietes und im Sinne des Flächenverbrauchs darauf hingewiesen, dass im Flächennutzungsplan weitere große gewerbliche und nicht bebaute Bauflächen dargestellt seien. Die Gemeinde Gundremmingen möchte diese jedoch weiter im Auge behalten, wenngleich sie derzeit noch nicht zusammenhängend zur Verfügung stünden. Selbst wenn sich jetzt ein großes Unternehmen ansiedele, sei die Bereitstellung zusätzlicher Gewerbeflächen, auch für Gewerbebetriebe mit kleineren Betriebsformen, künftig notwendig.

Gebiet für Gewerbe ein Stück weiter

Weiter wurde seitens des Landratsamtes hinsichtlich von Naturschutz und Landschaftspflege auf die besondere Lage des Plangebiets hingewiesen und dass Auswirkungen auf das angrenzende Natura-2000-Gebiet nicht auszuschließen seien. Die Gemeinde Gundremmingen weist dazu auf einen in die Flächennutzungsplanänderung integrierten Fachbeitrag hin. Im Ergebnis sei festgestellt worden, dass unter der Berücksichtigung der in den Bauleitplanverfahren getroffenen Maßnahmen keine Unverträglichkeiten zu dem Flora-Fauna-Habitat-Gebiet bestünden.

Mit dem Feststellungsbeschluss und entsprechenden redaktionellen Einarbeitungen und Änderungen ist die Gemeinde hinsichtlich des neuen Gewerbegebiets wieder ein Stück weiter. Was die parallel verlaufende Aufstellung des Bebauungsplans betrifft: Man habe an diesem Abend ohnehin bereits die Hälfte des Bebauungsplans abgearbeitet, bemerkte Susanne Wolf.

Weiter stimmte der Gundremminger Gemeinderat am Donnerstag dem Abschluss der Zweckvereinbarung für einen gemeinsamen Datenschutzbeauftragten im Landkreis zu. Würde jede Kommune für sich einen solchen einstellen, würde dies ein Vielfaches an Mehrkosten bedeuten, sagte Bürgermeister Tobias Bühler (CSU). Auf Gundremmingen kommt damit im Jahresdurchschnitt eine Circa-Belastung in Höhe von rund 1200 Euro zu.

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