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20.06.2009

Geldbußen für Naturfrevler

Ausrangierte Matratzen, kaputte Radios, eine Autostoßstange, leere Bierflaschen und Verpackungsmaterial: So etwas gehört normalerweise auf das Gelände der Müllpyrolyse in Burgau, auf einen Wertstoffhof, in den Sperrmüll oder in den Müllraum. Leider sind solche Hinterlassenschaften auch an den Badeseen im Landkreis zu finden. Badegäste kommen hierher, um die idyllische Landschaft, die herrlichen Gewässer und schönen Strände zum Beispiel an den Vollmer-Seen im Norden von Günzburg zu genießen. Manche von ihnen gehen nach dem Motto "nach mir die Sintflut": Sie hinterlassen Dreck und Abfall. Eine Schande!

Die Flora und Fauna im Donauried ist über Jahre vom Kiesabbau gebeutelt worden. Behörden, Landwirte, Kiesunternehmer, Naturschützer und Fischer unternehmen jetzt viel, um die Flächen der Natur wieder zurückzugeben. Diese Anstrengungen werden durch ein paar Unverbesserliche buchstäblich zerstört.

Sie steuern ihre stinkenden Autos über gesperrte Wege mitten hinein in Brutgebiete seltener Vögel, um ja keinen Meter zu viel laufen zu müssen, parken in Feldern und blockieren Zufahrten. Dann wird am See eine große Feuerstelle angelegt, Konserven werden aufgemacht und weggeworfen, mehrere Sixpacks Bier vernichtet und liegen gelassen. Zurück bleibt ein Saustall und eine arg geschundene Natur.

Gutes Zureden, so mancher vorsichtige Appell oder Hinweiszettel unterm Auto-Scheibenwischer haben nicht viel bewirkt. Manche verstehen den Ernst der Lage erst, wenn es an ihren Geldbeutel geht. Deshalb müssen Stadt, Fischereiverein, Polizei und Landratsamt nun zu härteren Maßnahmen greifen: Verbotswidrig geparkte Autos gehören aufgeschrieben, Müllsünder angezeigt, Geldbußen verhängt. Es kann doch nicht sein, dass es ein paar wenige schaffen, die schöne, intakte Natur, an der sich alle erfreuen, kaputtzumachen.

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