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Leipheim

28.04.2015

Gelegenheit macht Diebe

Weil viele Gebäude auf dem ehemaligen Fliegerhorstgelände abgelegen sind, müssen sie besonders gesichert werden.
Bild: Bernhard Weizenegger (Archiv)

Auf dem ehemaligen Fliegerhorst gibt es zwar keine Häufung an Einbrüchen, trotzdem sollten sich Unternehmer besonders schützen.

Diesel abgezapft. In Firmengebäude eingebrochen. Metall und Werkzeug gestohlen. Immer wieder berichtet die Polizei von solchen Straftaten auf dem ehemaligen Fliegerhorstgelände. Gibt es hier einen Schwerpunkt bei Diebstählen und Einbrüchen? Nein, sagt Björn Bartel, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West. Gerade einmal 21 Diebstähle und Einbrüche hat die Polizei in den vergangenen 16 Monaten, also seit Anfang 2014, registriert. „Das ist für ein so großes Gebiet nicht überproportional hoch“, sagt Bartel. Auch wenn natürlich jeder Einbruch einer zu viel sei.

In den vergangenen Wochen hat es in der Region häufiger Fälle gegeben, in denen Diebe Katalysatoren und ganze Reifensätze gestohlen haben. Trotzdem müssten alle Unternehmer wachsam sein, sagt der Polizeisprecher: „In ein paar Wochen können die Täter schon wieder ganz andere Ziele haben.“

Auf dem Leipheimer Fliegerhorstgelände gibt es – genauso wie in anderen Industriegebieten – einige Fakten, die es den Tätern leichter machen: Das Gebiet ist abgelegen und gerade nachts ist wenig los. Außerdem gibt es auf dem ehemaligen Militärgelände noch ehemalige Fernleitungswärmeschächte, die nicht überall ausreichend gesichert sind. Deshalb ist es notwendig, Gebäude und Baustellen dort besonders zu schützen. Polizeisprecher Bartel gibt folgende Tipps:

Gebäudesicherung: Also die Sicherheit an Türen, Fenstern und Schlössern. Eventuell hilft auch eine Einzäunung des Firmengeländes.

Beleuchtung: Entweder nachts das Licht brennen lassen oder einen Bewegungsmelder installieren.

Überwachung: Alarmanlage oder Kamera installieren. Bartel weist darauf hin, dass Kameras aus Datenschutzgründen aber nur den eigenen Bereich überwachen dürfen.

Dokumentation: Von Maschinen und Werkzeugen die Seriennummern notieren und die Geräte eventuell auch fotografieren. „Es wird immer wieder Diebesgut gefunden“, sagt Bartel. „Da ist nichts ärgerlicher, als wenn wir es nicht zurückgeben können, weil wir nicht wissen, wem es gehört.“

Bartel macht auch auf das Angebot der kriminalpolizeilichen Beratungsstellen aufmerksam. Die Mitarbeiter schauen sich kostenlos das Objekt an, analysieren Schwachstellen und geben Tipps zur Sicherung. Für den Landkreis Günzburg ist die Kripo Neu-Ulm zuständig.

Die Beratungsstelle der Kriminalpolizei Neu-Ulm ist unter den Telefonnummern 0731/8013-0 oder -289 erreichbar.

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