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Günzburg

15.11.2018

Gelingt den Günzburger Handballern mal wieder ein Favoritensturz?

Kann der VfL Günzburg den Erfolg der Vorsaison wiederholen? Als man sich im März 2018 in der Rebayhalle gegenüber stand, jubelten die Weinroten über ein klares 31:24. Doch damals waren die Bayreuther von Verletzungen geplagt.
Bild: Ernst Mayer (Archiv)

In Bayreuth sieht der sich der VfL Günzburg in seiner Lieblingsrolle des Außenseiters. Denn die Franken spielen anders als die meisten Teams in der Liga.

Zum letzten Mal in diesem Jahr treten die Handballer eine Auswärtsfahrt ins Frankenland an. Am Samstag um 19.30 Uhr ist der VfL zu Gast bei HaSpo Bayreuth. Bislang konnten die Günzburger noch keine Auswärtspunkte bei einem Spitzenteam erringen. Nach langen Reisen zur Rimparer Bundesligareserve und zum aktuellen Überteam HSC Bad Neustadt ist es die dritte schwierige Versuchsanordnung. Trainer Stephan Hofmeister würde nur allzu gerne einen Haken dahinter setzen. Spitzenplätze sind nur mit dem Gewinn von Spitzenspielen möglich, sonst ist der richtige Platz das Mittelfeld.

Die Trauben hängen für dieses Unternehmen in der Bayreuther Halle Ost freilich besonders hoch. HaSpo hat bislang erst drei Minuspunkte. Das erste Auswärtsspiel bei der TG Landshut verloren die Oberfranken mit 20:24 und gegen die SG DJK Rimpar II gelang nur ein Remis. Immerhin konnten sie die Friedberger Handballriesen mit 27:24 in die Schranken verweisen. Die Bayreuther sind also noch im Meisterschaftsrennen, auch das macht die Aufgabe für einen ehrgeizigen Gegner schwierig. Nur echte Herausforderungen bereiten dem jungen Athleten besondere Freude.

Es wird ein Duell der Ausbildungsvereine

Die Duelle zwischen Günzburg und Bayreuth standen in den jüngeren Jahren besonders im Jugendbereich auf der Tagesordnung. Beide sind Ausbildungsvereine. Da es im Norden mit Rimpar, Coburg und Erlangen allerdings drei Bundesligastandorte gibt und die Erst- und Zweitligisten immer früher für internatsähnliche Strukturen die Talente an sich ziehen, ist es schwieriger für den Bayreuther Jugendhandball geworden.

Die dortige Herrenmannschaft spielt anders als der gemeine Bayernligist. Die einen versuchen, eine möglichst hohe Deckung zu stellen, andere kaufen möglichst starke Rückraumspieler ein, manche spielen lieber zu siebt ohne Torwart. Bayreuth versucht den gegnerischen Angriff zu „zerstören“. Mit einer sehr lauffreudigen, offensiven Deckung soll der Angriff früh „angegriffen“ werden, um ihn unter Druck zu setzen, nicht zur Entfaltung kommen zu lassen und Fehler zu provozieren. Wenn das gelingt, geht die fränkische Post zum Gegenstoß ab. Auch im Angriff wird innovativ gespielt. So wurde das Günzburger Publikum in der Vorsaison über weite Strecken mit dem siebten Feldspieler genervt. Wenigstens behielt man damals die Punkte gegen ein allerdings stark ersatzgeschwächtes und vom Laufen müdes Team.

Bayreuth wechselt häufig sein Personal

Personell dreht sich das Personalkarussell im Norden deutlich schneller als im vereinstreuen Süden. Vor Jahren profitierten die Wagnerstädter vom Drittliga-Rückzug des SV Auerbach. Dann kommen nach Bayreuth immer auch mal Spieler zurück, die auswärts in Internaten waren. Diese Saison freute man sich besonders über die Rückkehr von Paul Soborowski, der es eine Saison beim Zweitligisten Eintracht Hagen versucht hatte und die interne Torschützenliste deutlich anführt. Auch Auswärtige werden trotz jahrelanger Jugendarbeit immer gern verpflichtet.

Beim VfL Günzburg ist man zumindest mit der ungewohnten Deckung vertraut. Die SG Pforzheim spielt in der Jugendbundesliga ähnlich und auch bei den bayerischen Quailifikationen mussten die A-Junioren des VfL gegen das Bayreuther Abwehrmodell öfter ran.

Der Günzburger Kader ist aktuell stabil. Einige A-Jugendliche werden künftig vermehrt zum Einsatz kommen, so Trainer Hofmeister. An der Verletztenliste arbeitet Physiotherapeutin Susi Schwarz fleißig. Niko Hermann begann am Donnerstag nach seinem Fingerbruch wieder mit dem Hallentraining. Ein Einsatz käme freilich noch zu früh. Auch Torwart Patrick Rösch wird nach seinem Anriss des hinteren Kreuzbandes demnächst wieder zu Mannschaft stoßen. (zg)

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