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Günzburg

02.05.2014

Georg Simnacher: Die Grabstelle suchte er selbst aus

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Schon vor mehreren Jahren hat sich Dr. Georg Simnacher auf dem Günzburger Friedhof eine Grabstätte ausgesucht. Simnacher, der zuletzt in Burgau lebte, wollte in der Großen Kreisstatt seine letzte Ruhe finden. Dort ist er Ehrenbürger, ebenso wie in seinem Geburtsort Ziemetshausen.
Bild: Bernhard Weizenegger

Am Freitag verabschieden sich Freunde, Familie und Wegbegleiter von Georg Simnacher. Seine letzte Ruhestätte liegt in Günzburg.

Der Landkreis Günzburg und der Bezirk Schwaben nehmen Abschied von Georg Simnacher. Am Freitag, 2. Mai, um 13.30 Uhr beginnt die Trauerfeier in St. Martin, Günzburg, mit anschließender Beisetzung auf dem Günzburger Friedhof.

Simnacher, der zuletzt in Burgau wohnte, hatte es sich so gewünscht: Seine Grabstelle in Günzburg hat er sich schon vor mehreren Jahren ausgesucht. Der gebürtige Ziemetshauser ist Ehrenbürger der Großen Kreisstadt und hatte schon zu Zeiten, als er noch gesund und voller Energie war, im Rathaus nach einer passenden Grabstelle angefragt. „Das Grab hat eine exponierte Lage, nicht weit von der Grabstätte von Bruno Merk“, sagt Ordnungsamtsleiter Helmut Stammer.

Nur wenige Redner sollen an seiner Trauerfeier sprechen, das war ebenfalls ein Wunsch Simnachers. Landrat Hubert Hafner, Bezirkstagspräsident Jürgen Reichert,Theo Waigel und ein Mitglied der Staatsregierung stehen bei der Beisetzung am Freitag auf der Rednerliste.

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Robert Naegele: "Er hat unbändig viel geschafft"

Auf seinem letzten Weg wollen den Altlandrat und Altbezirkstagspräsident neben seiner Familie viele Freunde aus der Politik, aber auch aus Kunst und Kultur begleiten. Der in Nattenhausen geborene Schauspieler und Schriftsteller Robert Naegele war mit Simnacher befreundet. Er wollte die Todesnachricht gar nicht glauben. „Das gibt’s gar nicht. Er hat unbändig viel geschafft.“ Naegele war dem „Georg“ sehr verbunden, weil er sich zeitlebens für die Kultur stark gemacht hatte. Simnacher war auch bei vielen Buchpräsentationen von Naegele zu Gast. Beide hatten dabei für die Einleitung eine geheime Abmachung: Wenn Simnacher zu weit ausholte und das Grußwort auszuufern drohte, zog Naegele sein „Sacktuch, um dann unbändig zu schnäuzen“. Das war Simnacher dann das Zeichen, zum Ende zu kommen.

Der Präsident des Bayerischen Bezirketags, Josef Mederer, sagte gestern über den Gründungspräsidenten des Verbandes: „Wir verlieren mit Simnacher nicht nur den Gründungspräsidenten des damaligen Verbandes der bayerischen Bezirke (heute Bayerischer Bezirketag), sondern auch einen herausragenden Kommunalpolitiker, dessen Wertschätzung weit über seine schwäbische Heimat hinaus reicht.“ Georg Simnacher war und bleibe der Vater des Verbandes der bayerischen Bezirke und des heutigen Bezirketags, einem modernen kommunalen Spitzenverband, dessen Arbeit im Bereich der Sozial- und Gesundheitspolitik sowie der Kultur aus dem Gemeinwesen nicht mehr wegzudenken ist.

Dr.Georg Simnacher
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Das Leben des Georg Simnacher
Bild: Fred Schöllhorn, Ulrich Wagner, Archiv

„Ich verneige mich vor einem großen Kommunalpolitiker und ehemaligen Verbandspräsidenten und dessen beeindruckendem Lebenswerk“, so Mederer in einer Stellungnahme.

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