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Fußball-Kreisliga West

08.11.2019

Gipfeltreffen in Gundelfingen

Die Szene könnte für den bisherigen Saisonverlauf stehen: Der Ziemetshauser Nikolai Miller führt den Ball, der Thannhauser Lukas Wagner rennt hinterher. Dass in der Kreisliga alles möglich ist, zeigte aber ausgerechnet dieses Derby, denn die TSG fügte dem TSV die erste Niederlage seit einer sportlichen Ewigkeit zu.
Bild: Ernst Mayer

Falls der TSV Ziemetshausen das Flutlicht-Spiel gewinnt, steht der Weg zum Titel offen. Die TSG Thannhausen ist im Heimspiel gegen Türk GB unter Druck. Auch der SV Mindelzell muss siegen.

Das Duell der beiden dominierenden Mannschaften dieser Kreisliga-Saison steht im Mittelpunkt des 18. Spieltages. Mit dem FC Gundelfingen II und dem TSV Ziemetshausen kreuzen am Abend des 8. November im Donaustadion zwei Mannschaften die Klingen, die Superlative zu bieten haben. Anstoß an diesem Freitag ist um 19.30 Uhr.

Landesliga-Reserve feiert acht Siege in Folge

Die U23 des Landesliga-Spitzenreiters FC Gundelfingen musste den bislang letzten Punktverlust am 15. September hinnehmen. Damals setzte es ein 0:3 in Jettingen. Seither haben die Donaustädter eine makellose Serie von acht Siegen in Folge, sie wussten dabei immer zu überzeugen. Eine Tordifferenz von 26:5 Toren in diesen acht Begegnungen zeugt davon, dass Gundelfingen vorne wie hinten eine Bank ist.

Auf der anderen Seite steht der TSV Ziemetshausen. Die Truppe von Trainer Christian Jaut hat saisonübergreifend 40 Spiele ohne Niederlage überstanden, ehe es Anfang Oktober ausgerechnet gegen den Lokalrivalen TSG Thannhausen eine Pleite gab. Seither ist man jedoch wieder in der Spur, hat drei Siege in Folge hingelegt und mit dabei erzielten 9:3 Toren zu alter Souveränität zurückgefunden. Dazu beigetragen hat sicher, dass sich das zeitweise recht üppig besetzte TSV-Lazarett mehr und mehr leert. Im Hit wird wohl auch Kapitän Stefan Endres zumindest im Kader stehen. Ob es für einen Einsatz reicht, wird sich laut Trainer Jaut erst kurz vor Spielbeginn entscheiden.

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Ziemetshausen bangt um den Einsatz seines Kapitäns

Doch egal, ob Endres spielen kann: Angst haben die Ziemetshauser vor dem FCG nicht. „Respekt“ ob der sehr guten Leistungen des Gegners, „aber auch nicht mehr“, sagt Jaut. Die Gelegenheit, unter Flutlicht anzutreten, sollten die Seinen als Highlight bewerten, findet der Coach. „Ich habe in meiner aktiven Zeit Flutlichtspiele immer genossen“, berichtet Jaut.

Obwohl das Gipfeltreffen herausragt: Auch andere Partien an diesem Kreisliga-Spieltag haben einiges zu bieten. Sie werden allesamt am Sonntag, 10. November, um 14 Uhr angepfiffen.

Erster Verfolger der beiden Spitzenteams ist der VfR Jettingen. Die Mannschaft von Sven Müller tritt wenige Tage nach dem souveränen 6:0 Sieg in Mindelzell nun beim FC Grün-Weiß Ichenhausen an. Der Aufsteiger hat momentan satte fünf Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz, weiß aber aus eigener Erfahrung, dass man in der Kreisliga ruckzuck ganz unten stehen kann.

Wiesenbach ist in Lauerstellung

In Lauerstellung ist die SpVgg Wiesenbach. Die Schwarzbächler sind seit sieben Spielen ohne Punktverlust und somit zusammen mit Gundelfingen die Mannschaft der Stunde. Den gastgebenden FC Lauingen sollte die Truppe von Spielertrainer Thomas Gornig aber nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Weiter unten in der Tabelle könnte sich der VfL Großkötz im Nord-Derby gegen den TSV Offingen mit einem Sieg plötzlich wieder in Reichweite des Relegationsplatzes schieben. Ob das die Gäste aus Offingen jedoch zulassen werden, darf bezweifelt werden, Nach einer ansprechenden Leistung gegen Lauingen möchte Offingen gegen den Tabellenvorletzten am besten weitere drei Punkte nachlegen.

Wiedergutmachung nach der 0:6-Klatsche gegen Jettingen betreiben möchte dagegen der SV Mindelzell. Und wer könnte dazu besser geeignet sein als der abgeschlagene Tabellenletzte SSV Neumünster. Gerade im Kampf gegen den Abstieg wäre ein Punktverlust gegen das Schlusslicht fatal.

Seit einiger Zeit zeigt die TSG Thannhausen eigentlich ordentliche Leistungen. Es kommt nur nichts Zählbares dabei heraus. Ob sich das beim Gastspiel von Türk GB Günzburg ändern wird, bleibt abzuwarten. Die Gäste jedenfalls kommen mit breiter Brust an die Mindel, haben sie doch zuletzt im Günzburger Stadtderby überzeugt. Und sie können befreit aufspielen.

Hat Ellzee wirklich die Kurve gekriegt?

Beim Tabellennachbarn SSV Glött tritt die SpVgg Ellzee an. Die Gäste kommen mit einem Erfolgserlebnis im Rücken an die Donau. Sie haben nach einer Schwächephase Anfang Oktober gerade rechtzeitig die Kurve gekriegt. Die Partie in Glött ist für die Zachwey-Schützlinge aber völlig offen. Ein Favorit ist jedenfalls nicht auszumachen.

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